Das Gras von Paul Haller

Im grauen Regensommer stand ein Tal
Voll reifen Grases, das kein Mäder schnitt.
Der Tod, indes es hing in Lebensqual,
Dem Feld vorbei zu jungen Menschen schritt.
 
Die Wolken zogen müd den schlichten Gang,
Gedrängt, geschoben, ohne Wanderziel.
Doch einmal jeden Tags sekundenlang,
Durch ihren Riß ein Sonnenbündel fiel.
 
Dann rauscht’ und schrie’s im dürren Halmenwald:
10 
„Erlösung naht! – Nun, Mörder, morde mich!“
11 
Der Himmel hörte nicht das Flehn so bald,
12 
Als Wetterschauer strafend niederstrich.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Das Gras“

Autor
Paul Haller
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
75
Entstehungsjahr
nach 1898
Epoche
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Paul Haller ist der Autor des Gedichtes „Das Gras“. Im Jahr 1882 wurde Haller in Rein bei Brugg geboren. Zwischen den Jahren 1898 und 1920 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Aarau. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Naturalismus zugeordnet werden. Der Schriftsteller Haller ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 75 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Paul Haller ist auch der Autor für Gedichte wie „An die strahlende Sonne“, „An eine Sängerin“ und „Augen“. Zum Autor des Gedichtes „Das Gras“ haben wir auf abi-pur.de weitere 65 Gedichte veröffentlicht.

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