Die Genesende von Rainer Maria Rilke

Wie ein Singen kommt und geht in Gassen
und sich nähert und sich wieder scheut,
flügelschlagend, manchmal fast zu fassen
und dann wieder weit hinausgestreut:
 
spielt mit der Genesenden das Leben;
während sie, geschwächt und ausgeruht,
unbeholfen, um sich hinzugeben,
eine ungewohnte Geste tut.
 
Und sie fühlt es beinah wie Verführung,
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wenn die hartgewordne Hand, darin
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Fieber waren voller Widersinn,
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fernher, wie mit blühender Berührung,
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zu liebkosen kommt ihr hartes Kinn.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Die Genesende“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
13
Anzahl Wörter
71
Entstehungsjahr
1875 - 1926
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die Genesende“ des Autors Rainer Maria Rilke. 1875 wurde Rilke in Prag geboren. Zwischen den Jahren 1891 und 1926 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Der Schriftsteller Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 71 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 13 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Weitere Werke des Dichters Rainer Maria Rilke sind „Abend in Skaane“, „Absaloms Abfall“ und „Adam“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Genesende“ weitere 337 Gedichte vor.

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