Abend von Rainer Maria Rilke

Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt:
 
und lassen dich, zu keinem ganz gehörend,
nicht ganz so dunkel wie das Haus das schweigt,
nicht ganz so sicher Ewiges beschwörend
wie das was Stern wird jede Nacht und steigt –
 
und lassen dir (unsäglich zu entwirrn)
10 
dein Leben, bang und riesenhaft und reifend,
11 
so daß es, bald begrenzt und bald begreifend,
12 
abwechselnd Stein in dir wird und Gestirn.

Details zum Gedicht „Abend“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
88
Entstehungsjahr
1906
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Abend“ ist Rainer Maria Rilke. Der Autor Rainer Maria Rilke wurde 1875 in Prag geboren. 1906 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin / Leipzig, Stuttgart. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her der Epoche Moderne zuordnen. Der Schriftsteller Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 88 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Zeilen mit insgesamt 3 Versen. Weitere Werke des Dichters Rainer Maria Rilke sind „Abend“, „Abend“ und „Abend in Skaane“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Abend“ weitere 337 Gedichte vor.

Weitere Gedichte des Autoren Rainer Maria Rilke (Infos zum Autor)

Zum Autoren Rainer Maria Rilke sind auf abi-pur.de 337 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte findest auf der Übersichtsseite des Autoren.