Adam von Rainer Maria Rilke

Staunend steht er an der Kathedrale
steilem Aufstieg, nah der Fensterrose,
wie erschreckt von der Apotheose,
welche wuchs und ihn mit einem Male
 
niederstellte über die und die.
Und er ragt und freut sich seiner Dauer
schlicht entschlossen; als der Ackerbauer,
der begann und der nicht wußte, wie
 
aus dem fertig-vollen Garten Eden
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einen Ausweg in die neue Erde
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finden. Gott war schwer zu überreden;
 
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und er drohte ihm, statt zu gewähren,
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immer wieder, daß er sterben werde.
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Doch der Mensch bestand: sie wird gebären.

Details zum Gedicht „Adam“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
14
Anzahl Wörter
85
Entstehungsjahr
1918
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Adam“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Rainer Maria Rilke. 1875 wurde Rilke in Prag geboren. 1918 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Leipzig. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Bei Rilke handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 85 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Weitere Werke des Dichters Rainer Maria Rilke sind „Abend“, „Abend in Skaane“ und „Absaloms Abfall“. Zum Autoren des Gedichtes „Adam“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 337 Gedichte vor.

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