Als ich die Universität bezog von Rainer Maria Rilke

Ich seh zurück, wie Jahr um Jahr
so müheschwer vorüberrollte;
nun endlich bin ich, was ich wollte
und was ich strebte: ein Skolar.
 
Erst ›Recht‹ studieren war mein Plan;
doch meine leichte Laune schreckten
die strengen, staubigen Pandekten,
und also ward der Plan zum Wahn.
 
Theologie verbot mein Lieb,
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konnt mich auf Medizin nicht werfen,
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so daß für meine schwachen Nerven
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nichts als – Philosophieren blieb.
 
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Die Alma mater reicht mir dar
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der freien Künste Prachtregister, –
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und bring ichs nie auch zum Magister,
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bin was ich strebte: ein Skolar.

Details zum Gedicht „Als ich die Universität bezog“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
88
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Als ich die Universität bezog“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Rainer Maria Rilke. Der Autor Rainer Maria Rilke wurde 1875 in Prag geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1891 und 1926. Der Erscheinungsort ist Frankfurt am Main. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Der Schriftsteller Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 88 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Der Dichter Rainer Maria Rilke ist auch der Autor für Gedichte wie „Adam“, „Advent“ und „Allerseelen“. Zum Autoren des Gedichtes „Als ich die Universität bezog“ haben wir auf abi-pur.de weitere 337 Gedichte veröffentlicht.

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