Abschiedsworte an Pellka von Joachim Ringelnatz

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
Du Ungleichrunde,
Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
Du Vielgequälte,
Du Gipfel meines Entzückens.
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens
Mit der Gabel! – – Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
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Mußt nicht so ängstlich dampfen.
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Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.
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Soll ich Schnittlauch über dich streun?
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Oder ist dir nach Hering zumut?
 
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Du bist ein so rührend junges Blut. –
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Deshalb schmeckst du besonders gut.
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Wenn das auch egoistisch klingt,
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So tröste dich damit, du wundervolle
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Pellka, daß du eine Edelknolle
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Warst, und daß dich ein Kenner verschlingt.

Details zum Gedicht „Abschiedsworte an Pellka“

Anzahl Verse
2
Anzahl Zeilen
19
Anzahl Wörter
102
Entstehungsjahr
1934
Epoche
Exilliteratur

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Abschiedsworte an Pellka“ des Autoren Joachim Ringelnatz. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1934. Der Erscheinungsort ist Berlin. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zur Epoche Exilliteratur zu. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das 102 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 19 Zeilen mit insgesamt 2 Versen. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „Alte Winkelmauer“, „Alter Mann spricht junges Mädchen an“ und „Am Barren“. Zum Autoren des Gedichtes „Abschiedsworte an Pellka“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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