Abschied von Renée von Joachim Ringelnatz

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Wann sieht ein Walfisch wohl je
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Ein Reh? –
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Ach du! Renée!
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Und führen wir zusammen auf See,
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Wir landeten bei den Wilden. –
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Sag: Ist es nicht noch schöner, in Schnee
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Als in Erde zu bilden?
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Und sei auch kein Fuß an dem Sinn;
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Es schweben auf tanzender Melodie
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Zwei Federn einer Indianerin
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Fort, fort in die weite Prärie.
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Ade Renée!
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Wie dunkelschön war unser Dach,
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Als leise wir viere
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Zusammenrückten vor Blitz und Krach. –
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Ich streichle euch guten Tiere,
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Nun ich geh.
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Mir ist so dienstmädchen-donnerstagweh,
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Weil ich nun weiterfahre.
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Und ich war hundert Jahre
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Mit dir zusammen,
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Renée.

Details zum Gedicht „Abschied von Renée“

Anzahl Verse
1
Anzahl Zeilen
22
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Exilliteratur

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Abschied von Renée“ ist Joachim Ringelnatz. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1933. Erscheinungsort des Textes ist Berlin. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text der Epoche Exilliteratur zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das 99 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 22 Zeilen mit nur einem Vers. Der Dichter Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „...als eine Reihe von guten Tagen“, „7. August 1929“ und „Abendgebet einer erkälteten Negerin“. Zum Autoren des Gedichtes „Abschied von Renée“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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