7. August 1929 von Joachim Ringelnatz

Ein Zeppelin fliegt übers Meer.
Aber es gibt schon heute
Ganz gut gescheite Leute,
Die interessiert das gar nicht sehr.
 
Der Weltenraumverkehr floriert
Seit Urzeit, niemals minder.
Wo gut? Wo schlecht? – Das interessiert
Die Greise wie die Kinder.
 
Was man im Leben sich erwarb,
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War Gnade oder Beute.
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Da ich Geburtstag feiere, starb
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Die Kathi Kobus heute.
 
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Es hat an solchen Tagen –
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– – – – – –
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Was wollte ich denn eigentlich sagen? –
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Es hat ein Jedes was erträumt.
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Es hat ein Jedes was versäumt.

Details zum Gedicht „7. August 1929“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
17
Anzahl Wörter
80
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Joachim Ringelnatz ist der Autor des Gedichtes „7. August 1929“. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1929 entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 17 Zeilen mit insgesamt 4 Versen und umfasst dabei 80 Worte. Der Dichter Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abendgebet einer erkälteten Negerin“, „Abermals in Zwickau“ und „Abgesehen von der Profitlüge“. Zum Autoren des Gedichtes „7. August 1929“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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