Abendgebet einer erkälteten Negerin von Joachim Ringelnatz

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Ich suche Sternengefunkel.
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All mein Karbunkel
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Brennt Sonne dunkel.
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Sonne drohet mit Stich.
 
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Warum brennt mich die Sonne im Zorn?
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Warum brennt sie gerade mich?
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Warum nicht Korn?
 
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Ich folge weißen Mannes Spur.
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Der Mann war weiß und roch so gut.
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Mir ist in meiner Muschelschnur
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So negligé zu Mut.
 
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Kam in mein Wigwam
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Weit übers Meer,
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Seit er zurückschwamm,
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Das Wigwam
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Blieb leer.
 
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Drüben am Walde
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Kängt ein Guruh – –
 
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Warte nur balde
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Kängurst auch du.

Details zum Gedicht „Abendgebet einer erkälteten Negerin“

Anzahl Verse
6
Anzahl Zeilen
20
Anzahl Wörter
76
Entstehungsjahr
1924
Epoche
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus,
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Joachim Ringelnatz ist der Autor des Gedichtes „Abendgebet einer erkälteten Negerin“. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. 1924 ist das Gedicht entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her den Epochen Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zuordnen. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das vorliegende Gedicht umfasst 76 Wörter. Es baut sich aus 6 Versen auf und besteht aus 20 Zeilen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Joachim Ringelnatz sind „Abglanz“, „Abschied von Renée“ und „Abschiedsworte an Pellka“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Abendgebet einer erkälteten Negerin“ weitere 560 Gedichte vor.

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