Viel gesiebt von Joachim Ringelnatz

Ich habe versucht, einen Wind einzufangen.
Aber ich fand das Gefangene nicht.
 
Ich bin durch tiefe Wälder gegangen,
Wo der Wind ganz tief mit den Wipfeln spricht,
Wipfeln von ganz hohen Kiefern.
Ich sah im Moos eine Bierflasche liegen.
Wenn ich in einem Bierversand
Die würde abliefern,
Bekäme ich zehn Pfennige Pfand.
 
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Ich habe versucht, das viele Versuchen
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Ganz aufzugeben.
 
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Ich nahm einer Wanze das Leben,
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Die mich nur gejuckt hat. – –
 
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Unsereiner
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Wird immer kleiner,
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Je tiefer er ins Leben geguckt hat.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Viel gesiebt“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
82
Entstehungsjahr
1934
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Viel gesiebt“ des Autors Joachim Ringelnatz. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1934 entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Berlin. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Bei Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das 82 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Die Gedichte „Abschiedsworte an Pellka“, „Afrikanisches Duell“ und „Alone“ sind weitere Werke des Autors Joachim Ringelnatz. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Viel gesiebt“ weitere 560 Gedichte vor.

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