Arm Kräutchen von Joachim Ringelnatz

Ein Sauerampfer auf dem Damm
Stand zwischen Bahngeleisen,
Machte vor jedem D-Zug stramm,
Sah viele Menschen reisen
 
Und stand verstaubt und schluckte Qualm,
Schwindsüchtig und verloren,
Ein armes Kraut, ein schwacher Halm,
Mit Augen, Herz und Ohren.
 
Sah Züge schwinden, Züge nahn.
10 
Der arme Sauerampfer
11 
Sah Eisenbahn um Eisenbahn,
12 
Sah niemals einen Dampfer.

Details zum Gedicht „Arm Kräutchen“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
53
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Exilliteratur

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Arm Kräutchen“ des Autoren Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1933. Der Erscheinungsort ist Berlin. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her der Epoche Exilliteratur zuordnen. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 12 Zeilen mit insgesamt 3 Versen und umfasst dabei 53 Worte. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „Abglanz“, „Abschied von Renée“ und „Abschiedsworte an Pellka“. Zum Autoren des Gedichtes „Arm Kräutchen“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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