Mei Schwäar von Michel Buck

Dô wandli so alloi’
Und setz mi uffen Roi’.
Zmôl fluicht a Käuzle überzwear
Grad übers Weagle ge mer hear
Und setzt se uffen dürra Nascht –
I kenn dea’ Gascht.
 
Miar wearet d Auga feucht,
S bedeutat jô a Leicht.
Der Schwäar, dear leit im Krankabett,
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Ma’ hätt a gean noh länger ghätt.
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Jetz woiß i, daß er weiter muaß –
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A häti Buaß!
 
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Druff gang i wôlli hoi’,
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As schoudrat me alloi’,
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Verzäll meim Weib dea baisa Bricht,
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So lang i schwätz, derweil was gschicht?
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Dô kommt a Brief - i schwitz wär Naut –
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Ear ischt schau’ taut.
 
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Und s Weib, des heinet lout.
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I träuscht se: „Gott vertrout!
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Dear Taud, dear machts jô älli gleich,
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Dei’ Vater ischt im Himmelreich,
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Dea’ Zains, dea’n ischt er schuldig gsei’,
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Laß s Heina sei’.“
 
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„Ear gruabat billig ous
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Im Erdapilgerhous.
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Wear sovel gsorgt und gschaffat hôt
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Und ällbireits ge nuinzgi gôht,
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Dear woißt vom Leaba au a Liad –
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Weib, dear ischt müad.“
 
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„Was ischt des Leaba dô?
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Mer kommet älli nô,
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Mer gauhnt da gleicha Weag wia’n ear.
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I moi’, i hair da guata Schwäar:
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„„Sind still, s ischt nu’ a Abschied gwea –
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Uffs Wiederseah!““

Details zum Gedicht „Mei Schwäar“

Autor
Michel Buck
Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
36
Anzahl Wörter
195
Entstehungsjahr
bis 1888
Epoche
Realismus,
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Michel Buck ist der Autor des Gedichtes „Mei Schwäar“. 1832 wurde Buck in Ertingen, Oberamt Riedlingen geboren. Im Jahr 1888 ist das Gedicht entstanden. Stuttgart ist der Erscheinungsort des Textes. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus oder Naturalismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das 195 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 36 Versen mit insgesamt 6 Strophen. Weitere Werke des Dichters Michel Buck sind „A Trom“, „Am Bächle“ und „Am Kinderbrunna“. Zum Autoren des Gedichtes „Mei Schwäar“ haben wir auf abi-pur.de weitere 55 Gedichte veröffentlicht.

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