Die Mutter von Rainer Maria Rilke

Aufwärts die Theaterrampe
rollen dröhnend die Karossen,
abseits unter trüber Lampe
steht ein altes Weib verdrossen.
 
Nur wenn jäh ein Hengst mal scheute,
wars, daß sie zusammenschrecke;
niemand aus dem Strom der Leute
sieht die Alte in der Ecke.
 
An die neue ›Größe‹ dachte,
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von ihr sprach man nur. – Die Güte
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eines Grafen, hieß es, brachte
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herrlich ihr Talent zur Blüte.
 
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Später. Jubelstürme hallten
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in den Schlußklang der Trompeten …
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Aber draußen kams der Alten,
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heimlich für ihr Kind zu beten.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Die Mutter“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
80
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Mutter“ ist Rainer Maria Rilke. Rilke wurde im Jahr 1875 in Prag geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1891 und 1926. In Frankfurt am Main ist der Text erschienen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 80 Worte. Der Dichter Rainer Maria Rilke ist auch der Autor für Gedichte wie „Allerseelen“, „Als ich die Universität bezog“ und „Am Kirchhof zu Königsaal“. Zum Autor des Gedichtes „Die Mutter“ haben wir auf abi-pur.de weitere 337 Gedichte veröffentlicht.

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