Allerseelen von Georg Trakl

Die Männlein, Weiblein, traurige Gesellen,
Sie streuen heute Blumen blau und rot
Auf ihre Grüfte, die sich zag erhellen.
Sie tun wie arme Puppen vor dem Tod.
 
O! wie sie hier voll Angst und Demut scheinen,
Wie Schatten hinter schwarzen Büschen stehn.
Im Herbstwind klagt der Ungebornen Weinen,
Auch sieht man Lichter in der Irre gehn.
 
Das Seufzen Liebender haucht in Gezweigen
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Und dort verwest die Mutter mit dem Kind.
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Unwirklich scheinet der Lebendigen Reigen
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Und wunderlich zerstreut im Abendwind.
 
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Ihr Leben ist so wirr, voll trüber Plagen.
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Erbarm’ dich Gott der Frauen Höll’ und Qual,
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Und dieser hoffnungslosen Todesklagen.
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Einsame wandeln still im Sternensaal.

Details zum Gedicht „Allerseelen“

Autor
Georg Trakl
Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
105
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Allerseelen“ des Autoren Georg Trakl. Geboren wurde Trakl im Jahr 1887 in Salzburg. Im Jahr 1913 ist das Gedicht entstanden. In Leipzig ist der Text erschienen. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Expressionismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Der Schriftsteller Trakl ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 16 Zeilen mit insgesamt 4 Versen und umfasst dabei 105 Worte. Die Gedichte „Die Raben“, „Die Ratten“ und „Die junge Magd“ sind weitere Werke des Autoren Georg Trakl. Zum Autoren des Gedichtes „Allerseelen“ haben wir auf abi-pur.de weitere 59 Gedichte veröffentlicht.

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