Venus Gloria von Richard Dehmel

Ich träume oft von einer bleichen Rose.
Hell ragt ein Berg; sie blüht in seinem Schatten,
zum fernen Lichte schmachtend, mit dem matten
dem Blumenblick, aus ihrem dunklen Loose.
 
Dann bangt sie mich; tief stockt mein Fuß im Moose.
Doch weiter muß ich, muß das Ziel erreichen,
den Gipfel mit den immergrünen Eichen;
so steh ich schwankend zwischen Berg und Rose.
 
Denn wie sich auch mein Fuß bemüht zu kämpfen,
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ich kann die bange Sehnsucht nicht mehr dämpfen,
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aus ihrem Schooß den reinen Duft zu schlürfen.
 
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Da –: Flügel –: frei! und an der Brust die Blume!
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schon naht der Hain mit seinem Heiligtume,
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wo auch die Rosen immergrünen dürfen ...
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Venus Gloria“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
108
Entstehungsjahr
1893
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Venus Gloria“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Richard Dehmel. Dehmel wurde im Jahr 1863 in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1893. Der Erscheinungsort ist München. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Dehmel ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 108 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Richard Dehmel sind „Büßende Liebe“, „Chinesisches Trinklied“ und „Dann“. Zum Autor des Gedichtes „Venus Gloria“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 490 Gedichte vor.

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