Ballade vom Volk von Richard Dehmel

Bahnhofsgewühl;
am Sperrgitter staut sich’s.
Schutzleute brüllen;
und rings glotzen tausend
Tiergesichter,
Hundegesichter,
Fuchsgesichter, ein Wolfsgesicht,
Schafsgesichter, Gänsegesichter,
ein kollernder Truthahn,
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grunzende Schweine –
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Volk.
 
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Der Zug fährt ein, hält.
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Das Gewühl wird still,
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einen Augenblick still.
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Am Fenster erscheint
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Bismarck
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und grüßt;
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und rings jubeln tausend
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leuchtende, glühende,
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funkelnde, strahlende,
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erzengelhelle Menschengesichter –
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Volk.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Ballade vom Volk“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
22
Anzahl Wörter
54
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Ballade vom Volk“ des Autors Richard Dehmel. Geboren wurde Dehmel im Jahr 1863 in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg. Das Gedicht ist im Jahr 1913 entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Bei dem Schriftsteller Dehmel handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 54 Wörter. Es baut sich aus 2 Strophen auf und besteht aus 22 Versen. Weitere Werke des Dichters Richard Dehmel sind „Bann“, „Bastard“ und „Bitte“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Ballade vom Volk“ weitere 490 Gedichte vor.

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