Vallorbe von Karl Kraus

Du himmlisches Geflecht, du Glockenblumenkorb,
Ursprung der Orbe, der Welt, du unversehrtes Ziel,
du Wonnewort Vallorbe, das in den Mai mir fiel,
du Thal der Thäler du, traumtiefes Thal der Orbe!
 
Du Sonntag der Natur, hier seitab war die Ruh.
Ursprung der Zeit! So hat, da alles war geglückt,
der Schöpfer diesen Kuß der Schöpfung aufgedrückt,
hier saß der Gott am Weg zum guten Lac de Joux.
 
Du Gnade, die verweht den niebesiegten Wahn,
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wie anders war es da, und da entstand die Zeit,
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dieweil sie staunend still stand vor der Ewigkeit.
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Wie blau ist doch die Welt vom Schöpfer aufgethan!

Details zum Gedicht „Vallorbe“

Autor
Karl Kraus
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
101
Entstehungsjahr
1920
Epoche
Moderne,
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus

Gedicht-Analyse

Karl Kraus ist der Autor des Gedichtes „Vallorbe“. Geboren wurde Kraus im Jahr 1874 in Jičín (WP), Böhmen. 1920 ist das Gedicht entstanden. In München ist der Text erschienen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text den Epochen Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 101 Worte. Karl Kraus ist auch der Autor für Gedichte wie „Absage“, „Abschied und Wiederkehr“ und „Alle Vögel sind schon da“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Vallorbe“ weitere 61 Gedichte vor.

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