An eine Falte von Karl Kraus

Wie Gottes Athem seine Fluren fächelt,
so wird es leicht und licht
in diesem klaren Angesicht.
Es hat die Erde gern
und schwebt ihr fern
und liebt und lächelt.
 
Und Gottes Finger bildete den Bug
vom Ebenbilde.
Es zieht so milde
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hin über alles Leid,
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und es verzeiht
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der edle Zug.
 
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In dich, o unvergeßlich feine Falte,
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betend versanken
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meine Gedanken.
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Daß diese letzte Spur
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seiner Natur
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mir Gott erhalte!

Details zum Gedicht „An eine Falte“

Autor
Karl Kraus
Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
18
Anzahl Wörter
70
Entstehungsjahr
1920
Epoche
Moderne,
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „An eine Falte“ ist Karl Kraus. Kraus wurde im Jahr 1874 in Jičín (WP), Böhmen geboren. Im Jahr 1920 ist das Gedicht entstanden. In München ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text den Epochen Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 18 Zeilen mit insgesamt 3 Versen und umfasst dabei 70 Worte. Die Gedichte „An einen alten Lehrer“, „Auferstehung“ und „Aus jungen Tagen“ sind weitere Werke des Autoren Karl Kraus. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „An eine Falte“ weitere 61 Gedichte vor.

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