Tief unten von Heinrich Kämpchen

Tief unten in den Nächten,
Da ist es traurig bang,
Tief unten in den Schächten,
Da tönt’s wie Grabgesang. –
 
Da ist der Winde Pfeifen,
Da ist der Tropfen Fall,
Ein Tasten und ein Greifen,
Gespenstig überall. –
 
Da sind die finst’ren Klüfte,
10 
Hohläugig wie die Gruft,
11 
Da sind die Moderlüfte,
12 
Da ist der Grabesduft. –
 
13 
Und hier in dieser Hölle,
14 
Wo’s jedem Wesen graust,
15 
In Staub und in Gerölle
16 
Der arme Bergmann haust.
 
17 
In diesen öden Klüften,
18 
Weltfern von Kind und Weib,
19 
In diesen Todesgrüften
20 
Stirbt Seele ihm und Leib. –
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Tief unten“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Heinrich Kämpchen ist der Autor des Gedichtes „Tief unten“. Geboren wurde Kämpchen im Jahr 1847 in Altendorf an der Ruhr. Im Jahr 1909 ist das Gedicht entstanden. Bochum ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Moderne zuordnen. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das vorliegende Gedicht umfasst 91 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Heinrich Kämpchen ist auch der Autor für Gedichte wie „Am Grabe der Mutter“, „Am Kochbrunnen in Wiesbaden“ und „Am Marienbrönnlein“. Zum Autor des Gedichtes „Tief unten“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 165 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Heinrich Kämpchen (Infos zum Autor)

Zum Autor Heinrich Kämpchen sind auf abi-pur.de 165 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.