Am Gemündener Maar von Heinrich Kämpchen

Nicht so öde wie die andern
Schwestern, liegst du im Gebirge;
Kränzt dir doch, was jenen fehlet,
Tannenwald mit Grün die Ufer.
 
Aber still und weltverloren
Träumst auch du die Schwermutsträume,
Scheinst Äonen nachzusinnen,
Wo hier Feuerstürme rasten.
 
Lava, glühend heiße Lava,
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Hat dein Krater einst gespien
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Donnernd aus dem Bauch der Erde,
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Und die Eifeltäler dampften.
 
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Längst erloschen sind die Gluten
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Und verweht die Donnerstürme, –
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Aber schwermutsvolle Trauer
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Brütet noch an deinen Ufern.
 
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Ja, mein Maar, so magst du träumen,
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Weltverloren, schon wie lange –
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Wie auch meine Seele träumet
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Von dem dunkeln Daseinsrätsel.

Details zum Gedicht „Am Gemündener Maar“

Anzahl Verse
5
Anzahl Zeilen
20
Anzahl Wörter
94
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Am Gemündener Maar“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Heinrich Kämpchen. Kämpchen wurde im Jahr 1847 in Altendorf an der Ruhr geboren. Im Jahr 1909 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Bochum. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 94 Wörter. Es baut sich aus 5 Versen auf und besteht aus 20 Zeilen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Heinrich Kämpchen sind „Altendorf“, „Am Grabe der Mutter“ und „Am Kochbrunnen in Wiesbaden“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Am Gemündener Maar“ weitere 165 Gedichte vor.

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