Abendbild von Ada Christen

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Grau der Himmel, grau die Erde,
2  
Grau das weite dürre Land,
3  
Sonn’verbrannte nied’re Sträucher,
4  
Schwarzer Sumpf und heißer Sand;
 
5  
Doch schon weben in der Ferne
6  
Abendnebel, dünn’ und leicht,
7  
Ihre grauen feuchten Schleier
8  
Und die träge Stille weicht.
 
9  
Denn ein mildes kühles Lüftchen,
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Wie der reine Athemzug
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Eines schlafumfang’nen Kindes,
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Hemmt der Vögel matten Flug.
 
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Aus den Büschen, still sich regend,
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Ein geheimes Flüstern bricht,
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Leise klagt’s im Sumpf und silbern
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Spiegelt sich das Mondenlicht. –

Details zum Gedicht „Abendbild“

Autor
Ada Christen
Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
79
Entstehungsjahr
1870
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Abendbild“ der Autorin Ada Christen. Geboren wurde Christen im Jahr 1839 in Wien. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1870. Erscheinungsort des Textes ist Hamburg. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten der Autorin lassen eine Zuordnung zur Epoche Realismus zu. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das 79 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Weitere Werke der Dichterin Ada Christen sind „Am Teich“, „Asche“ und „Auf Ruinen“. Zur Autorin des Gedichtes „Abendbild“ haben wir auf abi-pur.de weitere 78 Gedichte veröffentlicht.

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