Die Mutter von Christian Felix Weiße

Was fällt doch meiner Mutter ein!
Vorzeiten ließ sie mich allein:
Jetzt keinen Augenblick.
Ich geh ins Feld, ich geh in Hayn,
Gleich hör ich sie von weiten schreyn:
„Heh, Mädchen, komm zurück!“
 
Wie ist der guten Mutter bang,
Als würde mir die Zeit zu lang?
Ja, dafür steh ich ihr.
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Ich geh da, oder dorten hin,
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Mein Thyrsis weiß schon, wo ich bin,
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Und alsdann – – spielen wir.
 
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Denkt sie, wenn sie nicht bey mir ist,
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Daß mir der Wolf mein Schäfgen frißt?
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Denn nie verläßt es mich.
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Ey, ja doch, das hat große Noth:
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Ich glaube, Thyrsis schlüg ihn todt:
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Er liebt es mehr als ich!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Die Mutter“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1758
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Die Mutter“ ist Christian Felix Weiße. 1726 wurde Weiße in Annaberg geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1758 entstanden. Leipzig ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Aufklärung zuordnen. Der Schriftsteller Weiße ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 107 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 18 Versen. Die Gedichte „Amynt und Doris“, „An Amor“ und „An den Amor“ sind weitere Werke des Autors Christian Felix Weiße. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Mutter“ weitere 100 Gedichte vor.

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