An einen Bach im Winter von Christian Felix Weiße

Du rauschest, sanfter Bach, auch nicht für Freuden mehr?
Kein Blümchen spiegelt sich in dir:
Vom Schnee bedeckt, vom Eise schwer,
Gleichst du, ja gleichst du mir.
 
Du gleichest mir, so lang mir Chloe grausam ist:
Da glänzt mir keine Freude mehr,
Mein Herz, das alles Glück vergißt,
Klopft kaum von Seufzern schwer.
 
Doch dich lös’t einst der Lenz zu neuen Freuden auf:
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Da singt um dich der Vögel Chor,
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Dein murmelnder verliebter Lauf
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Lockt Blum und Laub hervor.
 
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O daß mir doch, wie dir, auch einst ein Lenz erschien,
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Ergäb sich einstens Chloe mir!
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Da würden mir auch Freuden blühn,
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Ein ewger Lenz in ihr!

Details zum Gedicht „An einen Bach im Winter“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1758
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An einen Bach im Winter“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Christian Felix Weiße. Im Jahr 1726 wurde Weiße in Annaberg geboren. 1758 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text der Epoche Aufklärung zugeordnet werden. Weiße ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 107 Wörter. Es baut sich aus 4 Versen auf und besteht aus 16 Zeilen. Christian Felix Weiße ist auch der Autor für Gedichte wie „An die Muse“, „An ein Veilchen“ und „Befehl an Zephyr“. Zum Autoren des Gedichtes „An einen Bach im Winter“ haben wir auf abi-pur.de weitere 100 Gedichte veröffentlicht.

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