Der geduldige Dichter von Richard Dehmel

und wartet, daß sein Volk sich rührt.
Das Holz liegt da, der Funken auch;
wann springt die Flamme aus dem Rauch?
 
II
Das Publikum hat gezischt und geklatscht,
die Kritiker haben gequietscht und gequatscht.
Der Dichter lächelt: Das verschallt,
rings rauscht mein immergrüner Wald.
 
III
10 
Was soll mir euer Lorbeer, Freunde;
11 
an jedem Blatt zupfen hundert Feinde.
12 
Bringt Blumen, edle Früchte, Wein:
13 
die Kunst will sich des Lebens freun.
14 
Den Lorbeer legt mir aufs Totenkissen;
15 
da wird er nicht mehr heruntergerissen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Der geduldige Dichter“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
15
Anzahl Wörter
81
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Richard Dehmel ist der Autor des Gedichtes „Der geduldige Dichter“. Im Jahr 1863 wurde Dehmel in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1913 entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Berlin. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Bei Dehmel handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 81 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 15 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Der Dichter Richard Dehmel ist auch der Autor für Gedichte wie „Büßende Liebe“, „Chinesisches Trinklied“ und „Dann“. Zum Autor des Gedichtes „Der geduldige Dichter“ haben wir auf abi-pur.de weitere 490 Gedichte veröffentlicht.

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