Der Einsame von Otto Ernst

Ein schwarzer Ballen klatscht mit wildem Schlage
An meine Scheiben – und fällt schwer herab.
Ich öffne rasch das Fenster –: eine Drossel,
Vom Falk gejagt, stieß das Genick sich ab.
 
Im Schnabel Blut, so liegt sie zuckend, schauernd,
Das Auge wach in heller Todesangst –
Du armer Schelm, ich fühl’s wie mein Verschulden,
Daß du dem bittern Tod entgegenbangst.
 
Bei deinen Qualen zuckt in meinem Herzen
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Ein alter, heimatloser Menschenschmerz.
11 
Wie kann ich’s deiner bangen Seele sagen:
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„Dies Haus von Stein umschließt ein gastlich Herz?“

Details zum Gedicht „Der Einsame“

Autor
Otto Ernst
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
85
Entstehungsjahr
1907
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Der Einsame“ des Autoren Otto Ernst. Der Autor Otto Ernst wurde 1862 in Ottensen bei Hamburg geboren. 1907 ist das Gedicht entstanden. In Leipzig ist der Text erschienen. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Moderne kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 85 Worte. Weitere Werke des Dichters Otto Ernst sind „Blühendes Glück“, „Chidhr“ und „Das Gesicht der Wahrheit“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Der Einsame“ weitere 63 Gedichte vor.

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