Allein im Dunkel von Otto Ernst

Her durch Wände und geschloss’ne Türen
Schwebt ein Spiel von leisen, weichen Händen,
Oft so zart – ich weiß nicht: ist’s des Weltalls
Tönend Schweigen, oder ist es Klingen?
Ist es Klingen?
 
Klang es nicht wie längst verwehtes Leben?
Ja, es rief wie erste Kindertage,
War wie alter Ahnen leises Rufen,
Die noch wachen in vergess’nen Gräbern,
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In vergess’nen Gräbern.
 
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Meinen Enkel einst umhaucht mein Leben
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Wie ein fernes Spiel von leisen Händen –
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Hörbar kaum, wie Traum von einem Klange,
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Wird es klingen durch verschloss’ne Türen –
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Durch verschloss’ne Türen. –

Details zum Gedicht „Allein im Dunkel“

Autor
Otto Ernst
Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
15
Anzahl Wörter
94
Entstehungsjahr
1907
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Otto Ernst ist der Autor des Gedichtes „Allein im Dunkel“. Geboren wurde Ernst im Jahr 1862 in Ottensen bei Hamburg. Im Jahr 1907 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 94 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 15 Zeilen mit insgesamt 3 Versen. Die Gedichte „Aus einer Nacht“, „Ausflug“ und „Blühendes Glück“ sind weitere Werke des Autoren Otto Ernst. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Allein im Dunkel“ weitere 63 Gedichte vor.

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