Sonett 183 von Francesco Petrarca

Des Morgens Lieder und der Vögel Klagen
Läßt Echo früh im Thale wiederhallen,
Der Murmelton von flüssigen Krystallen
Wird durch beblümte Ufer fortgetragen.
 
Den Arm zum Abschied um den Hals geschlagen
Dem greisen Gatten, der ihr nur gefallen,
Erweckt mich Sie, die goldne Haar’ umwallen,
Um neu zu lieben und um neu zu klagen.
 
So wach’ ich auf und grüß’ Aurorens Flammen,
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Die Sonne, die ihr folgt, und mehr noch jene,
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An der die ew’gen Gluthen sich entzünden.
 
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Einst sah ich beyde Sonnen sich zusammen
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Erheben — jene hieß der Sterne Schöne,
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Doch diese hieß die andre selbst veschwinden.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 183“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Sonett 183“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Francesco Petrarca. 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1320 bis 1374 entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Francesco Petrarca sind „Sonett 131“, „Sonett 132“ und „Sonett 134“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Sonett 183“ weitere 41 Gedichte vor.

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