Sonett 132 von Francesco Petrarca

Wenn sie so sittig und mit sanftem Schritte
Den zarten Fuß bewegt durch frische Wiesen,
Dann öffnet sich der Blumen Kelch — sie sprießen
Neuglänzend um der weißen Sohlen Tritte.
 
Amor, der nur aus schöner Seelen Mitte
Sich seines Reiches Bürger will erkiesen,
Läßt solche Lust aus ihren Augen fliessen,
Daß um nichts Seelger’s ich den Himmel bitte.
 
Und mit dem Blick, der in die Herzen dringet,
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Dem Gang, und ihrer Worte Reiz verbindet
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Sich der Geberden liebliches Verschweben.
 
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Aus solcher Funken Zauberglanz entspringet
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Die große Gluth, die meine Brust entzündet,
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Die aufreibt und erhält mein irres Leben.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 132“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
98
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Sonett 132“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Francesco Petrarca. 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1320 bis 1374 entstanden. Erschienen ist der Text in Wien. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Spätmittelalter zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 98 Worte. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 113“, „Sonett 115“ und „Sonett 12“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 132“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 41 Gedichte vor.

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