Sonett 125 von Francesco Petrarca

Wohin sich nur mein müdes Auge kehret,
Getrieben von der Sehnsucht Allgewalt,
Zeigt Amor mir die liebliche Gestalt,
Die ewig neu in mir die Wünsche nähret.
 
Von edelm Schmerz scheint ihre Brust beschweret,
Von frommem Mitleid scheint ihr Herz durchwallt,
Und nicht bloß seh’ ich sie, ihr Ton erschallt,
Ihr Seufzer, den ein Engel sie gelehret.
 
Und Lieb’ und Wahrheit sagen mir es, nie
10 
Ward noch hienieden solcher Reiz gesehen,
11 
Seitdem die Stern’ in ihren Kreisen gehen.
 
12 
So frommer Worte süße Harmonie
13 
Ward nie gehört — nie sah man noch verklären
14 
Die Sonn’ in solchem Auge solche Zähren.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 125“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
97
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Francesco Petrarca ist der Autor des Gedichtes „Sonett 125“. Petrarca wurde im Jahr 1304 in Arezzo geboren. In der Zeit von 1320 bis 1374 ist das Gedicht entstanden. In Wien ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Spätmittelalter zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das 97 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Der Dichter Francesco Petrarca ist auch der Autor für Gedichte wie „Sonett 131“, „Sonett 132“ und „Sonett 134“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 125“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 41 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Francesco Petrarca (Infos zum Autor)

Zum Autor Francesco Petrarca sind auf abi-pur.de 41 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.