Sonett 1 von Francesco Petrarca

Ihr, die in manchem Lied mich höret klagen,
Die Seufzer hört, die einst mein Herz genähret,
Als ich den Kelch des Jugendwahns geleeret,
Wo noch in mir ein andres Herz geschlagen;
 
Dem Unbestand der Reden und der Klagen,
Wie eitles Leid und Hoffen mich bethöret,
Wird der, dem Amor seine Macht bewähret,
Verzeihung, ja auch Mitleid nicht versagen.
 
Der Wahn entfloh — wie ich des Volkes Schwarme
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Für lange Zeit zur Fabel ward, so brenne
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Ich jetzt vor Schaam, wend’ ich den Blick zurücke.
 
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Mein Wahnsinn lohnt sich nun mit Schaam und Harme
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Und Reu’, und daß ich deutlich nun erkenne,
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Ein kurzer Traum sey, was die Welt entzücke.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 1“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
108
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Sonett 1“ des Autors Francesco Petrarca. Im Jahr 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1320 und 1374. Erschienen ist der Text in Wien. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Spätmittelalter zu. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 108 Worte. Die Gedichte „Sonett 127“, „Sonett 131“ und „Sonett 132“ sind weitere Werke des Autors Francesco Petrarca. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Sonett 1“ weitere 41 Gedichte vor.

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