Sonett 12 von Francesco Petrarca

Wenn sie erscheinet unter andern Schönen,
Und Amors Huld im schönen Antlitz zeiget,
Dann, wie vor ihr sich jede Schönheit beuget,
So wächst in mir das liebevolle Sehnen.
 
Den Ort, die Stunde seegn’ ich dann mit Thränen,
Wo meinem Blick dieß Wunder sich gezeiget.
Ich sage mir, zum Dank das Herz geneiget,
Geehrt bin ich vor allen Erdensöhnen.
 
Von ihr hab’ ich die liebenden Gedanken,
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Die zu dem höchsten Gute mich erheben.
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Und wenig achten, was der Mensch begehret.
 
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Von ihr kommt’s, daß kein Opfer irrd’scher Schranken,
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Zur Sonn’ empor des Geistes Flügel schweben,
14 
Daß stolze Hoffnung meine Seele nähret.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Sonett 12“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
102
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Sonett 12“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Francesco Petrarca. Geboren wurde Petrarca im Jahr 1304 in Arezzo. In der Zeit von 1320 bis 1374 ist das Gedicht entstanden. In Wien ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Spätmittelalter zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 102 Worte. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 134“, „Sonett 137“ und „Sonett 138“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 12“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 41 Gedichte vor.

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