Melancholie von Klabund

Schau, den Finger in der Nase,
oder an der Stirn,
zeitigt manche fette Phrase
das geölte Hirn.
 
Warum liebt der die Erotik?
Jener die Zigarrn?
Der die Aeropilotik?
Der den Kaiserschmarrn?
 
Warum geht’s uns meistens dreckig?
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Weshalb schreib ich dies Gedicht?
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Warum ist das Zebra fleckig
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Und Mariechen nicht?
 
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Dennoch ahnt man irgendwie
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Gottes Qualverwandschaft,
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trifft man unerwartet sie
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draußen in der Landschaft.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Melancholie“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
64
Entstehungsjahr
1927
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Klabund ist der Autor des Gedichtes „Melancholie“. Der Autor Klabund wurde 1890 in Crossen an der Oder geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1927. Erscheinungsort des Textes ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das vorliegende Gedicht umfasst 64 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Die Gedichte „Ausmarsch“, „Ballade“ und „Baumblüte in Werder“ sind weitere Werke des Autors Klabund. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Melancholie“ weitere 139 Gedichte vor.

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