Burns, Robert

Geboren
* 25.01.1759
in Alloway (Ayrshire)
Gestorben
21.07.1796
in Dumfries (Dumfriesshire)
Kurzinfo
schottischer Dichter
Pseudonyme
Burns, Robbie
Burns, Rob.
Berns, Robert
Burns, R.
Berufe
Lyriker & Schriftsteller
Wirkungsort
Literaturepoche
Aufklärung
Empfindsamkeit
Sturm & Drang

Robert Burns - Biografie

Robert BurnsGeboren wurde Robert Burns am 25.01.1759 in Alloway (Ayrshire). Im Alter von nur 37 Jahren verstarb Burns am 21.07.1796 in Dumfries (Dumfriesshire). Robert Burns war ein bekannter schottischer Dichter. Informationen zur Epoche, für die der Schriftsteller ein typischer Vertreter war, liegen uns nicht vor. Die Lebensdaten von Burns fallen aber zeitlich betrachtet mit den Literaturepochen Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm & Drang und Klassik zusammen. Die genannten Literaturepochen lassen sich folgendermaßen zeitlich einordnen: Aufklärung (1720 bis 1790), Empfindsamkeit (1740 bis 1790), Sturm & Drang (1765 bis 1790), Klassik (1786 bis 1832). Zum Autoren Robert Burns sind auf abi-pur.de sehr viele Gedichte veröffentlicht. In unserer Datenbank findest Du momentan 102 Gedichte. Die Gedichte „’S ist ein Bursch in dem Städtchen“, „An die Waldlerche“ und „An einen Kuß“ gehören zu den bekannten Werken des Dichters.

Der in Alloway geborene Robert Burns war ein berühmter Dichter und Lyriker Schottlands. Er ist der bekannteste Dichter, der vorwiegend in Scots (dem Englischen verwandt) geschrieben hat. Dennoch ist ein Teil seiner Texte auch auf Englisch verfasst und war somit einem Publikum auch außerhalb Schottlands zugänglich. Er gilt als Pionier der romantischen Bewegung, und nach seinem Tod wurde er zu einer großen Inspirationsquelle für die Begründer von Liberalismus und Sozialismus und zu einer Kulturikone in Schottland. Er verfasste zahlreiche Gedichte, politische Texte und Lieder. Sein bekanntestes Lied ist „Auld Lang Syne“, das inzwischen Teil der britischen Tradition geworden ist. „Auld lang syne“, (ins Deutsche übersetzt: „Nehmt Abschied Brüder“) wird immer noch zum Jahresende in Schottland gesungen. Bob Dylan nennt Burns Lied „Red, red rose“ als seinen wichtigsten Einfluss.

Burns wuchs in relativ armen Verhältnissen als Sohn eines Bauern auf. Der Vater legte dennoch großen Wert auf eine gute Bildung. Das Talent von Burns im Bereich der Literatur zeigte sich zum ersten Mal im Alter von 15 Jahren, als er, durch die Begegnung mit einer Frau inspiriert wurde. Es entstand dabei das Liebesgedicht „Handsome Nell“ (die schöne Nell).

In den Jahren danach arbeitete Robert Burns hart an seinem Ruf als Freidenker, Poet, Genießer und Schürzenjäger. Kurz: er war ein Schwiegersohn, den sich keiner wünschen würde. Er zeugte uneheliche Kinder und die Eltern seiner großen Liebe, Jean Armour, stimmten daher einer Heirat zunächst nicht zu. Den Lebensunterhalt musste er sich durch harte Arbeit auf dem Land verdienen. Trotz harter Arbeit war er ständig in Geldsorgen. Dennoch nahm er sich die Zeit zu schreiben und verfasste einige berühmte Werke wie „To A Mouse“, die seine große Sensibilität und einen philosophischen Geist erkennen lassen.

Seine Gedichte sind vorwiegend in Scots verfasst. Scots und Englisch verhalten sich in etwa so, wie für uns Deutsch und Holländisch: verständlich, aber dennoch eigenständig. Soll heißen Scots ist nicht nur ein Dialekt des Englischen.

Stolz und seine Heimatverbundenheit lässt sich aus der Entscheidung Burns in Scots zu schreiben erkennen. Für die Schotten ist er nach wie vor der wichtigste Nationaldichter.

Mit Geldsorgen hatte Robert Burns lange Strecken seines Lebens zu kämpfen. Burns versuchte aus seiner Poesie Kapital zu schlagen und ging nach Edinburgh und wurde dort tatsächlich zu einem gefeierten Star. Nicht nur einen Verleger fand er dort, sondern auch die Bewunderung wichtiger Kritiker. In seiner Zeit in Edinburgh lernte er viele wohlhabende und einflussreiche Freunde kennen. Seine erste Gedichtsammlung „Poems – chiefly in the Scottish dialect“ wurde zu einem großen Erfolg.

Seine Gedichte behandelten oft das Leben auf dem Land, Burns war auch bekannt dafür statt in Seidenstrümpfen überall mit Arbeitsstiefeln aufzutauchen.

Trotzdem sein Ruhm immer weiter wuchs, währte der Geldsegen nicht lange. Nach dem Verkauf der Rechte an seinen Texten war Burns bald so arm wie zuvor und kehrte wieder zu seiner Familie zurück.

Die letzten Jahre seines Lebens verdiente Burns sein Geld als Beamter der britischen Verwaltung. Burns eckte in der Zeit der französischen Revolution immer wieder durch seine Sympathien für Freiheit und Brüderlichkeit an und musste ständig zwischen seinen wirtschaftlichen Bedürfnissen und seinen Idealen abwägen. Im künstlerischen Bereich widmete er sich vor allem der Musik: dem Dokumentieren von Volksliedgut und dem Verfassen von Liedtexten.

Aufgrund seines Lebensstils und den gesundheitlichen Problemen in seiner Kindheit wurde Burns oft krank. Der häufige Konsum von Alkohol hinderte ihn immer öfter an seinem literarischen Werk. Mit nur 37 Jahren erkrankte Burns und verstarb im Jahr 1796 völlig verarmt. Sein Werk umfasst 600 Gedichte und Lieder und bis heute ist seine Bedeutung und Popularität besonders in Schottland immens. Fünf Jahre nach seinem Tod feierten Freunde das erste Burns Supper, um an ihren Freund zu erinnern und etablierten damit einen festen Bestandteil schottischer Kultur. Der Burns Supper ist in Schottland ein jährliches Fest zu Ehren des Dichters. Gehalten wird es an dessen Geburtstag, dem 25. Januar.

Burns war Vater von 12 Kindern (4 unehelich). Jean Amour, die Ehefrau Burns, gebar Burns acht Kinder. Nur drei überlebten bis ins Erwachsenenalter. Burns las ihr fast alle seine Arbeiten vor und gab viel auf ihr Urteil. Nach dem Tod ihres Mannes, den sie um fast 38 Jahre überlebte, führte Jean ein bescheidenes, aber komfortables Leben in ihrem letzten Familienhaus in Dumfries.

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