An Berta Maria, Typus Gräfin Potocka von Frank Wedekind

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Wie stapften wir einst als Kinder so keck
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Barfuß durch alle Pfützen
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Und ließen uns den kalten Dreck
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Hoch über die Kniee spritzen!
 
5  
Wie einst als Kinder durch Hain und Flur,
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So stapfen wir heut’ durchs Leben;
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Der ganze Schlamm der modernen Kultur
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Bleibt uns an den Beinen kleben.
 
9  
Laß dir’s nicht schaudern, was ist dabei!
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Wir scheuen nicht Ottern und Nattern,
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Solang’ nur der Kopf und die Brust noch frei
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Und im Sturm deine Haare flattern!

Details zum Gedicht „An Berta Maria, Typus Gräfin Potocka“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
78
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „An Berta Maria, Typus Gräfin Potocka“ des Autoren Frank Wedekind. Im Jahr 1864 wurde Wedekind in Hannover geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1905 entstanden. Erscheinungsort des Textes ist München. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Wedekind ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 78 Wörter. Es baut sich aus 3 Versen auf und besteht aus 12 Zeilen. Die Gedichte „An Elka“, „An Francisca de Warens“ und „An Madame de Warens“ sind weitere Werke des Autoren Frank Wedekind. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „An Berta Maria, Typus Gräfin Potocka“ weitere 114 Gedichte vor.

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