Abschied von Frank Wedekind

Glück und Segen und alles Gute
Gieß’ dir hernieder ein schützender Stern;
Könnt’ ich’s erkaufen mit meinem Blute,
O, wie erkauft’ ich es dir so gern.
 
Freu dich sorglos der sonnigen Tage!
Klarblauer Himmel verkläret den Blick;
Aber mit weicher melodischer Klage
Dämpfe die Schmerzen im Mißgeschick.
 
Durch die Täler und über die Höhen
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Wand’r ich indessen die steinige Bahn;
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Fernher winkendes Wiedersehen
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Spornt die ermüdeten Schritte an.
 
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Breitet sich abends dann mir zu Füßen
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Reich die herrliche Lenzesflur,
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Drüben die dunklen Berge grüßen
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Und der Flüsse leuchtende Spur.
 
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Seh’ ich’s alles weit übergossen
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Von der sinkenden Sonne Glut,
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O, wie wird mir das Herz erschlossen,
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Dein gedenkend mit neuem Mut.
 
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Dein gedenkend steig’ ich zu Tale,
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Nacht umfängt mich mit düstren Wehn;
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Aber im Morgensonnenstrahle
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Weiß ich ein freudiges Wiedersehn.

Details zum Gedicht „Abschied“

Anzahl Verse
6
Anzahl Zeilen
24
Anzahl Wörter
134
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Abschied“ des Autoren Frank Wedekind. Der Autor Frank Wedekind wurde 1864 in Hannover geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1905 zurück. Erschienen ist der Text in München. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Wedekind ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 24 Zeilen mit insgesamt 6 Versen und umfasst dabei 134 Worte. Die Gedichte „Alte Liebe“, „Altes Lied“ und „Am Scheidewege“ sind weitere Werke des Autoren Frank Wedekind. Zum Autoren des Gedichtes „Abschied“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 114 Gedichte vor.

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