Heimliches Leid von Rudolf Baumbach

Der Ulmenbaum, der starke,
Zum Himmel fröhlich ragt,
Derweil in seinem Marke
Tötend der Holzwurm nagt.
Ich singe froher Lieder
Von Lenz und Lustbarkeit,
Sie hallen im Lande wider,
Mein Herz trägt heimliches Leid.
 
Ein Brunnen quillt verborgen
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Aus dunklem Erdenschacht,
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Das Wasser alle Sorgen
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Und Leiden vergessen macht.
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Tage und Monde schwinden,
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Ich suche weit und breit,
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Und kann den Quell nicht finden,
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Mein Herz trägt heimliches Leid.
 
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Der Mai hat über die Auen
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Tausend Blumen gestreut.
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Mein Auge soll nicht schauen,
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Die mich am meisten freut,
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Ein Vogel singt im Flieder
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Vom Minne und Hochgezeit.
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Sonne, wann gehst du nieder?
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Mein Herz trägt heimliches Leid.

Details zum Gedicht „Heimliches Leid“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1840 - 1905
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Rudolf Baumbach ist der Autor des Gedichtes „Heimliches Leid“. 1840 wurde Baumbach in Kranichfeld (Thüringen) geboren. In der Zeit von 1856 bis 1905 ist das Gedicht entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren vorgenommen werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 107 Worte. Die Gedichte „Vogelweisheit“, „Wirtstöchterlein“ und „Lacrimae Christi“ sind weitere Werke des Autoren Rudolf Baumbach. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Heimliches Leid“ weitere 14 Gedichte vor.

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