Ostereier von Edgar Steiger

Das Osterei ist ein Symbol:
Das Volk kann niemals sterben;
Doch kluge Köche können wohl
Die Schale anders färben.
 
Längst mischen sie ihr rouge et noir,
Doch weiß ein jeder Bayer:
Die harten Eier heißen „Oar“,
Die weichen nennt man Eier.
 
Wer dich in den April geschickt,
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Verhau den Kerl nur feste!
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Doch wisse: wer mit weichen spickt,
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Bekleckert sich die Weste.
 
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Beim Eierlegen gibt’s Geschrei,
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Gegacker und Gebimmel.
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Ein schwarzes Ei – ein faules Ei!
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Es platzt und stinkt zum Himmel.
 
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Drum, wenn du Eierkuchen bäckst,
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Prüf’ erst das Ei im Glase!
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Bevor du mit der Zunge schmeckst,
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So rieche mit der Nase!
 
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Und ist’s der Henne einerlei,
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Ob Körner auf der Tenne,
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Ob Häcksel, ei, so sei das Ei
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Mal klüger als die Henne!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.6 KB)

Details zum Gedicht „Ostereier“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
127
Entstehungsjahr
1911
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Ostereier“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Edgar Steiger. Im Jahr 1858 wurde Steiger in Egelshofen geboren. 1911 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist München. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Die Richtigkeit der Epochen sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 6 Strophen und umfasst dabei 127 Worte. Ein weiteres bekanntes Gedicht des Autors Edgar Steiger ist „Ostermärchen“. Zum Autor des Gedichtes „Ostereier“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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