Die Schiffende von Jonathan Ludwig Lebrecht Nöller

Sie schwebt daher! Am kleinen Kahne steigen
Die Wellen sanft empor;
Am Ufer rings in blühenden Gesträuchen
Erwacht der Vögel Chor.
Du Blüthenbaum, geuß deine süßen Düfte
Durch deiner Wipfel Grün,
Und traget sie, ihr lauen Abendlüfte,
Zu meiner Lieblingin.
Führt sanft sie hin auf euren blauen Pfaden
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Und küßt, mit leisem Laut
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Den kleinen Kiel, ihr lieblichen Najaden,
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Dem sie sich anvertraut.
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Nicht schöner fuhr, auf goldnem Muschelwagen
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Die Liebesköniginn
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Von Meeresgöttern feyernd fort getragen,
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Nach ihrem Paphos hin.
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Sie schwebt heran! In blühenden Gesträuchen
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Reicht sie die Schwanenhand
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Mir dar: ich kühl ihr sanft mit Blütenzweigen
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Der heißen Wangen Brand.
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NÖLLER.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Die Schiffende“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
21
Anzahl Wörter
103
Entstehungsjahr
1799
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Die Schiffende“ stammt aus der Feder von Jonathan Ludwig Lebrecht Nöller. Im Jahr 1773 wurde Nöller in Weissenfels geboren. Im Jahr 1799 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Tübingen. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Klassik oder Romantik zuordnen. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das Gedicht besteht aus 21 Versen mit nur einer Strophe und umfasst dabei 103 Worte. Jonathan Ludwig Lebrecht Nöller ist auch der Autor für Gedichte wie „Sappho“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Die Schiffende“ keine weiteren Gedichte vor.

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