Der Wandersmann und die Sonnenuhr von Magnus Gottfried Lichtwer

Bey einer Sonnenuhr blieb einst ein Wandrer stehn;
Die Morgensonne schien, die Uhr wies auf halb achte.
Der Mann sprach: Es ist früh, ich will bis Mittags gehn.
Indem er sich darauf bedachte,
So kam ein dickes Wolkenheer;
Die Sonne ward verhüllt. Der Wandersmann sah wieder
Nach seiner Sonnenuhr, und rieb die Augenlieder:
Die Uhr wies keine Stunden mehr.
 
O, sprach er, falsches Ding, das an das Glück sich bindet!
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Hinweg mit einem solchen Freund,
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Der mich so lange kennt, als mir die Sonne scheint,
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Und wenn sie nicht scheint, mir verschwindet!
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Der Wandersmann und die Sonnenuhr“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
92
Entstehungsjahr
nach 1735
Epoche
Aufklärung,
Empfindsamkeit,
Sturm & Drang

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der Wandersmann und die Sonnenuhr“ ist Magnus Gottfried Lichtwer. Lichtwer wurde im Jahr 1719 in Wurzen geboren. Zwischen den Jahren 1735 und 1783 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Wien. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Aufklärung, Empfindsamkeit oder Sturm & Drang zuordnen. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 92 Worte. Zum Autor des Gedichtes „Der Wandersmann und die Sonnenuhr“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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