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Titel / Referat: Latein eine tote Sprache?

Schlagwörter: Schrift und Aussprache, Lateinische Lehnwörter und Fremdwörter im Deutschen Hausaufgabe, Referat

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Sehr geehrte Frau Professor, liebe Mitschüler! Ich möchte euch zu meinem Referat über

Latein – eine tote Sprache?

herzlich begrüßen. Ich bitte euch aufzupassen und nebenbei den Lückentext auszufüllen. Falls während meines Referates Fragen auftauchen, bitte ich euch, diese am Ende des Referates zu stellen.

Ich habe mein Referat in folgende Teile gegliedert:

  • Sprachgeschichtliche Einführung
  • Schrift und Aussprache
  • Lateinische Lehn- und Fremdwörter im Deutschen 
  • Latein heute

Nun möchte ich mit der Sprachgeschichtlichen Einführung beginnen.


1. Sprachgeschichtliche Einführung
Als Latein bezeichnet man die Sprache die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde. Die Latiner sind die Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum. Es war Amtssprache des Römischen Reichs und zu dieser Zeit dominierende Verkehrssprache in weiten Teilen Europas. Als tote Sprache hat es heute vor allem in der lateinischen Kirche und im Bildungswesen der westlichen Welt große Bedeutung. Latein gehört zum Sprachstamm der indogermanischen Sprachfamilien. Dazu gehören die italischen, slawischen und baltischen Sprachen, um nur einige zu nennen. Die nächsten Verwandten des Lateins sind die Sprachen der anderen italischen Stämme, das Umbrische, das Volskische, das Marsische, das Oskische und andere.

Durch die politische Expansion Roms in der zweiten Hälfte des 1. Jtsds. v. Chr. wird Latein zur führenden Sprache im wachsenden Imperium Romanum. Insbesondere als nach dem Bundesgenossenkrieg (91 – 89 v. Chr.) alle italischen Völker das römische Bürgerrecht erhalten, beginnt ein rasches Absterben der anderen italischen Sprachen. Etwa gleichzeitig wird die Literatursprache Latein auf ihre volle Höhe gebracht. Durch Regelung der Grammatik, Säuberung des Vokabulars und Entwicklungen einer Metrik entwickelt sich aus dem so genannten Altlatein das klassische (auch goldene) Latein ( Caesar, Cicero), das bis in die Spätantike Literatur- und Schulsprache bleibt.

Es entwickelt sich die gesprochene Volkssprache weiter zum so genannten Spätlatein. Dieses Spätlatein ist jedenfalls in der Spätantike Verkehrssprache und meist auch Umgangssprache in der gesamten Westhälfte des römischen Reiches. Durch den Zerfall des Westens in verschiedene, meist germanisch beherrschte Gebiete im 5. und 6. Jhdt., beginnt die Auseinanderentwicklung in die einzelnen romanischen Sprachen, die aber lange Zeit nicht als solche gesehen wird und bei den einzelnen Autoren dieser Zeit je nach Schulbildung gebremst erscheint. In der Schule wird ja weiterhin – wenn auch immer reduzierter – das Latein der Antike gelehrt. Erst in karolingischer Zeit (um 800), als man die Literatursprache wieder auf das Niveau der Spätantike heben will, erkennt man die inzwischen große Abweichung zwischen Volks- und Schriftsprache und koppelt beides von einander ab. Die nunmehr „freigegebenen“ Volkssprachen entwickeln sich zu den heutigen romanischen Sprachen.

Sprachen, die sich aus dem Lateinischen heraus entwickelt haben: Französisch, Rumänisch, Italienisch, Portugiesisch…
Sprachen, die vom Wortschatz des Lateinischen beeinflusst sind: Deutsch, Englisch und die slawischen Sprachen.
Latein bleibt Literatursprache und Verkehrssprache der Gebildeten, also der Kirche, es entwickelt sich das so genannte Mittellatein, also das Latein des Mittelalters. Einige seiner Merkmale sind:

  • etwas andere Grammatik (z. B. quod-Satz statt AcI; mehr Präpositionen als reine Fälle)
  • erweitertes bzw. verändertes Vokabular (german. Lehnwörter: helmus, osae, burgus, suppa, ...; alte Wörter mit neuen Bedeutungen: comes, dux, ...; speziell christliche Wörter: trinitas, baptizare, ecclesia,…).
  • andere Schreibweise: ę = e = ae; foelix, hydemptitas = identitas, usw.
  • in der Dichtung wird zumeist akzentuierend (das bedeutet pointiert) gedichtet, nicht (wie in der Antike) quantitierend (das bedeutet mengenmäßig).
  • Reim

Bis ins Spätmittelalter ist Latein eine lebende Sprache, die von den gebildeten Schichten Westeuropas gesprochen wird. Eine neuerliche Hinwendung zur Antike, viel massiver als in der „karolingischen Renaissance“, ist jene, welche den Humanismus die Abweichungen zwischen klassischem und zeitgenössischem Latein erkennen lässt (14./15. Jhdt.). Als sprachliche Vorbilder werden nur noch die besten klassischen Autoren, v. a. Cicero und Caesar anerkannt. Das daraus entstehende Humanistenlatein bzw. Neulatein ist vom Prinzip her also das alte, klassische Latein (nur neu hinzugekommene Vokabel werden z. T. beibehalten) und als Literatursprache ca. bis ins 17./18. Jhdt, als Gelehrtensprache bis ins 19./20. Jhdt. gebräuchlich. Die lebendige Sprachentwicklung des Lateinischen ist damit aber beendet.

Nun komme ich zu meinem nächsten wichtigen Punkt, der


2. Schrift und Aussprache
Im lateinischen Alphabet fehlen die Buchstaben J und W. Die Buchstaben U und V wurden in der Schrift nicht unterschieden, eine Schreibweise, die auch heute noch auf den lateinischen Inschriften unserer öffentlichen und privaten Bauten anzutreffen ist.

Die in Österreich im Allgemeinen übliche Aussprache des Lateinischen ist unter anderem die, die wir für das Ende des 4.Jh.s n. Chr. annehmen. Fremd- und Lehnwörter wie Cäsar (Caesar), Zelle (cella), Zirkus (circus), Konsul (consul), Klasse (classis) lassen folgende Gesetzmäßigkeit erkennen: c wird vor e (ae, oe, eu) und i (y) als z gesprochen, sonst als k. Die Aussprache von Pontius Pilatus, Nation (natio), aber Bestie (bestia) und Petition (petitio) führt zu der Feststellung, dass kurzes ti vor Vokalen als zi gesprochen wird, nach s, t, x als ti. Ei wird wie das ay in dem englischen Wort day ausgesprochen. I kann auch als konsonantisches j ausgesprochen werden (Iulius). V spricht man wie im Wort Viadukt als w. (U erklingt nach q und ng annähernd als w-Laut: Quadi (die Quaden), lingua; ferner in den Silben „sua-“, „sue-“: Suebi (die Schwaben). Sch wird wie sk im Wort Skandinavien gesprochen: schola (die Schule), st wie engl. stop: studium, sp wie im deutschen Wort Wespe: Sparta.)


3. Lateinische Lehnwörter im Deutschen
Schon früh übernahmen die germanischen Stämme mit den Importartikeln deren lateinische Bezeichnungen. Handelte es sich zunächst vorwiegend um Ausdrücke des täglichen Lebens, so waren es später Bezeichnungen aus allen Lebensbereichen. Vom römischen Kaufmann etwa übernahm die deutsche Sprache Ausdrücke wie:

  • Markt (mercatus)
  • Münze (moneta)
  • Zins (census)
  • kosten (constare)
  • kaufen (cauponari)
  • Pfund (pondo)
  • Sack (saccus)

Auch die Handelssprache der Gegenwart weist noch eine Anzahl von Lehn- und Fremdwörtern aus dem Lateinischen auf: Datum, Summe, Kopie usw.
Fremdwörter: aggressiv, Diktat, Ex-/Import, Nummer, Omnibus, aktiv/passiv
Vornamen: Beate, Clara, Felix, Florian, Julia, Konstantin, Natalie, Peter, Regina, Silvia


4. Latein heute
Latein in der Kirche: Der Papst kann sich lateinisch mit Geistlichen in aller Welt verständigen, die Glaubensverkündigung und das Lehramt einheitlich ausüben und kirchliches Recht niederlegen 
Latein an Gymnasien und Universitäten: An vielen Gymnasien ist Latein als Fachrichtung zu finden. Viele Studienrichtungen benötigen das große oder das kleine Latinum oder Lateinkenntnisse. Wer Latein lernt, hat eine Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern geschaffen. Außerdem erleichtert diese Sprache das Erlernen romanischer Sprachen.
Latein in der heutigen Gesellschaft:

  • Radio Bremen „Nuntii Latini”
  • Lateinische Verfassung vieler Bücher (wie zum Beispiel „Harrius Potter et Philosophi Lapis“
  • Finnischer Rundfunksender sendet Wochennachrichten in Neulatein
  • Lateinische Fassung von Popsongs

Es gibt sogar Lateinclubs.
Viele Sprichwörter haben einen lateinischen Ursprung.
Viele Begriffe der deutschen Grammatik kommen aus dem lateinischen. (Zum Beispiel: Adjektiv – Eigenschaftswort; Imperfekt – Vergangenheit)

Ergo:
Latin vivat!

Quellen:

  • Stowasser
  • home.schule.at
  • Internetseite von der Uni Wien

 

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