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Titel / Referat: Maar, Paul - ein deutscher Kinderbuchautor, Illustrator, Übersetzer, Drehbuch- und Theaterautor

Schlagwörter: Paul Maar, Biographie, Kinderbücher und Jugendbücher, Ehrungen und Auszeichnungen Hausaufgabe, Referat

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Paul Maar

A. Einleitung
Paul Maar ist sowohl als Schriftsteller, als auch als Illustrator, Theater- und Drehbuchautor und Übersetzer erfolgreich, wobei sein Zielpublikum in den meisten Fällen jüngere Leser sind. Bevor er sich als freier Autor versuchte, studierte Maar Malerei und Kunstgeschichte und unterrichtete Kunst. Viele seiner Bücher haben Auszeichnungen erhalten, und seine Theaterstücke sind nicht minder beliebt. Das Sams, seine erfolgreichste Figur, hat es sogar bis ins Kino geschafft. Zitat: „Entweder waren sie so wohlbehütet wie Astrid Lindgren, die von dieser sonnigen Kindheit zehrte. Oder aber sie hatten es schwer und erfinden sich später die Kindheit, die sie nicht gehabt hatten. Ich zähle mich zu den Zweiten.“


B. Hautpteil

1. Leben

1.1 Kindheit und Jugend
Paul Maar wurde am 13. Dezember 1937 in Schweinfurt geborgen und wurde nach dem frühen Tod seiner Mutter bis zur erneuten Heirat seines Vaters von ständig wechselnden Hausmädchen betreut.  Während der Kriegsgefangenschaft seines Vaters zog er mit seiner Stiefmutter zum Stiefgroßvater um ländlichen Theres in Unterfranken. Er besaß eine Gastwirtschaft, in der er den Gästen oft Geschichten erzählte, die über Wochen immer weiter ausdehnte. Dadurch erhielt Paul Maar ein Gefühl dafür, wie man aus ienem Vorgang eine Erzählung macht. Durch Ermunterung seines Großvaters schrieb er alle Geschichten auf die er selbst schrieb.

Nach der Kriegsgefangenschaft zogen sie wieder zurück an den alten Wohnort, jedoch lebte er jetzt in einer lesefeindlichen Umgebung und wurde von seinem Vater eher am Lesen gehindert als ermuntert. Auch gab es zu dieser Zeit nach dem zweiten Weltkrieg nicht viele Kinderbücher. Sein Vater war sowohl den „missratenen Sohn“ als auch über die verlorenen Jahre der Gefangenschaft frustriert, das bedeutete für Paul Maar Schläge und Strafen. Durch die Erfahrung von seiner Kindheit als er von stärkeren Jungen drangsaliert wurde, kehrt häufig in seinen Werken wieder. Zum Beispiel bei den Erzählungen um den Hund Bello heißt der Tyrann gar Robert Steinheuer, eine Anspielung auf Robert Steinhäuser, dessen Amoklauf von Erfurt beim Erscheinen des Buchs noch nicht lange zurücklag.

Er besuchte das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt machte sich bereits dort mit seiner künstlerischen Begabung und als Autor für die Schülerzeitung einen Namen. In der Abiturklasse lernte er auch seine spätere Frau Nele Ballhaus kennen.


1.2 Studium und Beruf
Paul Maar studierte nach der Reifeprüfung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. In den Semesterferien arbeitete er als Bühnenbildner und Theaterfotograf am Fränkischen Schloss Maßbach. Nach dem Abitur war er Referendar in Stuttgart-Feuerbach und arbeitete 10 Jahre lang als Kunsterzieher an einem Gymnasium in Crailsheim.


1.3 Schriftstellerei
Zum Schreiben kam Maar, weil sich der Intendant des Theaters darüber beklagte, dass es keine neuen Theaterstücke für Kinder gebe und er immer die gleichen wie Dornröschen oder die sieben Geißlein spielen musste. Das Ergebnis war das erste Theaterstück Der König der Kiste. Kinderbücher schrieb Maar erst, als er selbst Kinder hatte. Enttäuscht über die mangelnde Qualität der damaligen Bücher schrieb er 1967 die Geschichten über den tätowierten Hund. In einem Interview sagte er:

Die Bücher die ich meinen Kindern damals als Student aus der Bibliothek mitbrachte und vorlas, gefielen mir alle nicht. Sie waren verstaubt und konventionell und atmeten zum Teil noch den Geist des Dritten Reiches.


1.4 Familie
Nach dem Erfolg als Schriftsteller gab Maar die sichere Existenz als Kunsterzieher auf und arbeitete seit 1976 als freier Autor und Illustrator. Er har drei erwachsene Kinder und lebt in Bamberg. Zusammen mit seiner Frau Nele, der Schwester von Michael Ballhaus, die ebenfalls als Autorin in Erscheinung getreten ist, übersetzt er Kinderbücher aus dem Englischen. Auch zwei seiner Kinder sind Schriftsteller; seine Tochter Anne die seid 2003 das Fränkische Theater Schloss Maßbach leitet, an dem er früher als Bühnenbildner tätig war, sowieso sein in Berlin lebender Sohn Michael, der ein preisgekrönter Literaturkritiker ist und sich vor allem durch Veröffentlichungen zu Tomas Mann und 2002 auch durch den Titel „Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“ hervorgetan hat.


1.5 Biografische Anspielungen
Biografische Anspielungen finden sich immer wieder in seinen Werken. Oft sind es Straßennamen. Zum Beispiel die Friedrich-Rückert-Straße in der Geschichte „Lippel“ erinnert an Paul Maar sowie auch wenn ein Königreich geschildert wird, das nicht kleiner ist als der Platz vor dem Bamberger Dom. Kommt Maars Wahlheimat Bamberg öfters ins Spiel.


2. Paul Maar und seine Werke

2.1 Künstlerisches Schaffen
Die bekanntesten Werke sind die Geschichten, die vom Sams, einem hintergründig-frechen Fabelwesen sind die unter dem Titel Das Sams sowie das Sams in Gefahr in Bamberg verfilmt wurden. Die Geschichten um das Sams haben autobiografische Elemente, da Herr Taschenbier, der „adoptierte“ Papa des Sams, genauso schüchtern ist, wie es der junge Paul Maar war. Das Sams ist genau das Gegenteil davon: Frech und vorlaut. Das Aussehen haben seine Kinder mitbestimmt. Die Wunschpunkte sollten eigentlich Sommersprossen sein, aber da er nur gerade nur einen blauen Buntstift zur Hand hatte, wurden diese eben blau und später dann auch Wunschpunkte genannt.

Für die strenge Frau Rotkohl gab es auch ein Vorbild. Allerdings unter einem anderen Namen: sie war die Hausmeisterin, die den Kindern der Familie das spielen im und am Mietshaus verboten hatte. Jedoch waren in seinen Büchern auch viele literarische Anspielungen, zum Beispiel auf E.T.A. Hoffmanns Werke und dessen Aufenthalt in Bamberg, die allerdings für Kinder nicht zu durchschauen sind, sondern zum eigenen Vergnügen nur eingebaut wurden.

Maar ist auch für viele Klassiker der Augsburger Puppenkiste verantwortlich und hat daneben weitere Kinderbücher geschrieben. Außerdem entwirft er Bildergeschichten für Zeitschriften. Von seinen eigenen Werken ist er unter anderem am meisten mit Lippels Traum und Anne will ein Zwilling werden zufrieden.


2.2 Kinder- und Jugendbücher

  • 1973 Eine Woche voller Samstage
  • 1980 Am Samstag kam das Sams zurück
  • 1992 Neue Punkte für das Sams
  • 1996 Ein Sams für Martin Taschenbier
  • 2002 Sams in Gefahr
  • 2009 Onkel Alwin und das Sams


2.3 Theaterstücke

  • 1986 Eine Woche voller Samstage
  • 1992 Am Samstag kam das Sams zurück
  • 1993 Neue Punkte für das Sams
  • 2004 Sams in Gefahr


2.4 Verfilmungen

  • 2001 Das Sams
  • 2003 Sams in Gefahr


3. Ehrungen und Auszeichnungen

  • 1982 Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin für Das Spielhaus
  • 1982 Zürcher Kinderbuchpreis für Anne will ein Zwilling werden
  • 1985 Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur für Lippels Traum
  • 1987 Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Volkach für das Gesamtwerk
  • 1988 Deutscher Jugendliteraturpreis: Sonderpreis
  • 1991 Zürcher Kinderbuchpreis der Stadt Zürich für Kartoffelkäferzeiten
  • 1992 Kalbacher Klapperschlange für Neue Punkte für das Sams
  • 1993 Harzburger Eselsohr der Stadt Bad Harzburg für Kartoffelkäferzeiten
  • 1995 Voerder Jugendbuchpreis für das Gesamtwerk
  • 1996 Deutscher Jugendliteraturpreis für das Gesamtwerk
  • 1997 Hans-Christian-Andersen-Medaille für das Gesamtwerk
  • 1997 Pro-Meritis-Medaille des Bayerischen Staatsministeriums für das Gesamtwerk
  • 1998 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
  • 1999 Bayerischer Theaterpreis für In einem tiefen, dunklen Wald...
  • 2000 Friedrich-Rückert-Preis der Stadt Schweinfurt
  • 2000 E.T.A. Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg
  • 2001 Wildweibchenpreis der Gemeinde Reichelsheim im Odenwald
  • 2003 Deutscher Bücherpreis für Sams in Gefahr
  • 2004 Bayerischer Verdienstorden und Poetik-Professur der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
  • 2004 Umbenennung der Grundschule Großziethen in Paul-Maar-Grundschule (Großziethen, Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg)
  • 2005 Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG
  • 2005 Umbenennung der Hildener Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Paul-Maar-Schule Hilden und Umbenennung der Oldenburger Grundschule an der Bremer Heerstraße in Paul-Maar-Schule
  • 2008 Umbenennung der Grundschule Hilkerode in Paul-Maar-Grundschule
  • 2009 Wolfram-von-Eschenbach-Preis; Deutscher Vorlesepreis ("Gesamtwerk"); Friedrich-Baur-Preis 

 

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