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Titel / Referat: Wohmann, Gabriele - Käme doch Schnee

Schlagwörter: Gabriele Wohmann, Interpretation, Analyse, Erzähler Hausaufgabe, Referat

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Gabriele Wohmann „Käme doch Schnee“

In der Kurgeschichte von Gabriele Wohmann „Käme doch Schnee“ handelt es von einer Witwe mit Kind, die trotz der von den Leuten auferlegten Kritik den Wunsch verspürt erneut zu heiraten. Die zwei Liebenden, die Protagonisten der Geschichte, treffen sich immer an einem Ort an dem sie sicher sein können, dass sie kein anderer kennt. Sie unterhalten sich über ihre Beziehung und kommen zum gemeinsamen Beschluss, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Witwe betrachtet längere Zeit einen Schwarm von Krähen aus dem sie sich erhofft, ein Zeichen erkennen zu können, was ihr ihre Entscheidung und Handlungsweise erleichtern könnte. Die Kurzgeschichte lässt sich in drei Textabschnitte unterteilen. Der erste Teil beschreibt die Umgebung und die Landschaft, die die Beiden umgibt. Der zweite konzentriert sich hauptsächlich auf den Dialog zwischen den beiden Liebenden. Dieser Teil wird auch von den Krähen „kommentiert“. Im letzten Teil beschreibt die Autorin wieder die äußere Natur und kommt zu der Handlungsebene des Anfangs wieder zurück.

Aus der Perspektive der Frau ist eine personale Erzählungshaltung erkennbar, diese wird sowohl direkt als auch indirekt charakterisiert. Man bekommt als Leser den Eindruck, dass ihr sehr viel an dieser Beziehung liegt und sie bereit ist dafür vieles auf sich zu nehmen. Dies ist besonders am Anfang ersichtlich - Es macht ihr nichts aus in der Kälte zu sitzen ...“Warum?“ fragte er, „zu kalt oder was?“ - „Nicht deshalb.“ Weiteres lässt sich über ihren Charakter sagen, dass es sich um eine schüchterne Person handeln muss, dies lässt sich an einer Äußerung seinerseits erkennen „Irgendwann musst du mich doch in die Wohnung lassen.“ Ich deute dies so, dass sie sehr bedacht daran ist, was die anderen Leute sagen könnten und ob dies nicht gegen die Prinzipien der Gesellschaft stoßen könnte. Sie möchte alles beibehalten und sich weiterhin auf der Bank treffen. Was den Mann betrifft erfährt man nur sehr wenig. Man erfährt nur, dass er sein Auto immer bei einer Weggabelung parkt und den restlichen Weg zu ihr zu Fuß entgegenkommt. Er drängt sie, ihn doch endlich in seine Wohnung zu lassen und möchte ihr verdeutlichen, dass es im Winter bereits viel zu kalt sein wird sich weiterhin auf dieser Parkbank zu treffen, Über sein Aussehen erfährt man nur, dass er ein mürrisches Gesicht habe, das durch den kalten Nebel ganz rot sei. Es lässt sich erkennen, dass er sich bereits an die Situation gewöhnt hat- „Man gewöhnt sich dran ...man weiß es geht nicht so weiter aber man gewöhnt sich dran ...“ Er ist derjenige der den Beschluss der Heirat fasst. Beide Personen werden bewusst unpersönlich gehalten und sie werden immer nur mit ihr/sie und ihm/er bezeichnet. Man erfährt auch weder die Vorgeschichte noch wie die Handlung letztendlich ausgeht. Es wird nur der momentane Zeitpunkt detailliert beschrieben.

Durch die Beschreibung der Umgebung wird eine sehr unangenehme und ungemütliche Gesamtstimmung vermittelt. Diese wird auch metaphorisch als Beschreibung ihrer Beziehung genutzt. Der „schneeflockenweiße“ Nebel steht zum Beispiel für ihre Liebe und ist meiner Meinung nach positiv zu deuten, Im Gegensatz zu den „schwarzen Akazienarmen“, welche eine gewisse Unsicherheit und Blockade für ihre Beziehung darstellen. Die Raben sollen in meinen Augen die Gesellschaft darstellen welche auf ihr permanent „herumhackt“. Durch die Deutung der Vögel wird sie noch unsicherer und wird in eine Ecke gedrängt. Sie muss die ganze Zeit an die Aussagen der Leute denken und spürt aber, dass sie nun eine Entscheidung treffen muss. Als der Mann sich dann für die Heirat entschließt bricht bei den Krähen ein Gelächter aus, dies steht für die Folgen, wenn sie heiraten würden. Meiner Meinung nach wurde diese Kurzgeschichte zu einer Zeit verfasst in der die Gesellschaft andere Moralvorstellungen hatten. Die meisten Frauen sind in der heutigen Zeit viel selbstbewusster und würden in Fremdaussagen keinerlei Bedeutungen messen.

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