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Titel / Referat: Wohmann, Gabriele - Wachsfiguren (Interpretation)

Schlagwörter: Gabriele Wohmann, Interpretation, Analyse, Hase, Tante Else, Onkel Willi und Lilia, Erzähler, Kurzgeschichte, Hasenscharte Hausaufgabe, Referat

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Interpretation Wachsfiguren - Gabriele Wohmann

In der Kurzgeschichte Wachsfiguren von Gabriele Wohmann geht es um einen Jungen namens Hase, der aufgrund seiner Hasenscharte immer ungewollt im Mittelpunkt steht und sehr darunter leidet kein „normaler“ Mensch zu sein. Hase hat ein Problem seine Identität zu finden und versucht von anderen als sich selbst akzeptiert zu werden.

Die Familie, die sich aus Hase, Tante Else, Onkel Willi und Lilia zusammensetzt, möchte ins Wachsfigurenkabinett gehen. Lilia möchte nicht das Hase mitkommt, da er immer im Mittelpunkt steht. Hase merkt, dass Lilia so über ihn denkt und es tut ihm leid, jedoch muss er mitgehen. Die Leute schauen ihn schon wieder an, wobei er sich sehr unwohl fühlt. In dem Wachsfigurenkabinett fängt er an über sich selbst nachzudenken. Hat er einen Namen? Wer ist er? Plötzlich steht er vor den Wachsfiguren und betrachtet sie ganz langsam. In ihm hegt sich ein großer Wunsch sich einfach zu den Wachsfiguren zu stellen, sodass er auch eine Identität und einen Namen bekommt. Er steigt auf einen freies Podest und bleibt einfach darauf stehen, in dem Wunsch auch eine Identität wie eine Wachsfigur zu bekommen.

Es ist daran zu erkennen, dass der Text Wachsfiguren eine Kurzgeschichte ist, dass er kurz ist (54 Zeilen), einen unvermittelten Anfang und ein offenes Ende hat und es nur um zwei Augenblicke der Hauptperson geht (Gespräch der Familie, Besuch des Wachsfigurenkabinetts), welche von besonderer Bedeutung sind und uns einen guten Überblick verschaffen.

Die Überschrift „Wachsfiguren“ lässt sich auf das Ende vom Text beziehen, wo Hase denkt, dass er es als Wachsfigur leichter hätte, eine Identität zu bekommen. Die Wachsfiguren sind ein Symbol.

Diese Kurzgeschichte hat einen auktorialen Erzähler. Das ist daran zu erkennen, dass der Erzähler Eigenschaften und Gefühle der Figuren vermitteln kann, wie z.B. Hase, der „[...] sich nicht wohl [fühlt],wenn er lächeln [muss].“ (Z.19). Er schlüpft in die Innensicht (Gedankenbericht) und so erfahren wir, auch noch einmal hier was Hase denkt „Es tat ihm so leid für Lilia. Wie hieß er eigentlich wirklich? Hatte er einen Namen?“ (Z.34-35). Der Text bis Z.31 enthält zum größten Teil Redewiedergaben, da ein Gespräch zwischen Lilia, Tante Else und Onkel Willi über Hase wiedergegeben wird. Nur Hase nimmt nicht daran teil. Der Leser bekommt einen Einblick in seine Gefühle und in seine Gedanken. Im zweiten Teil (ab Z32-Ende) kommt Erzählbericht „Er lief hinter den anderen her [...]“ (Z.36) , Gedankenbericht „[...] fühlte sich schläfrig vor Kummer.“ (Z.37) und Redewiedergabe „-Na laß ihn doch, sagte Tante Else.“ vor. Der Erzähler wechselt von der Innensicht in die Außensicht und umgekehrt. Er gibt sich nicht durch Kommentare, Rückblenden oder Vorausdeutungen zu erkennen.

Man erkennt, dass sich von Z.1-31 eine Zeitdeckung befindet, da erzählte Zeit und Erzählzeit gleich sind. Von Z.32-33 ist eine Zeitraffung erkennbar, da die Fahrt zum Wachsfigurenkabinett nur sehr kurz beschrieben wird, also die Erzählzeit kürzer als die erzählte Zeit ist. Auch der Rest der Kurzgeschichte (Z.33-54) ist eine Zeitdeckung.

Die Autorin führt uns nur langsam zu der Hauptperson und beschreibt sie nicht sofort, wie es in anderen Geschichten der Fall ist. Man merkt beim Lesen sofort, dass etwas mit Hase nicht stimmt. Erstmal an dem Namen Hase, der ja nicht üblich ist und an verschiedenen Satzteilen, wie „[...] gewohnte Abwehrhaltung [...]“(Z.3), „[...] die Lippen ließen sich nicht bewegen[...]“(Z.9). Nach und nach wird einem klar um welche Krankheit es sich handelt. Erst ab dem Wort „schartig“ (Z.27) lässt sich näheres erahnen. Ab Z.33-34 „ Häschen mit der Hasenscharte“ ist es eindeutig.

Hase oder Häschen ist stark eingeschüchtert, da er eine „gewohnte[...] Abwehrhaltung mit so weit wie möglich weggedrehtem Gesicht.“ (Z.3-4) hat. Er ist unglücklich, „es tat ihm leid“, „ […] gab sich Mühe [...]“(Z.17). Auch ist er unsicher, wer er wirklich ist. „ Wie hieß er eigentlich wirklich? Hatte er einen Namen?“(35). Die Hasenscharte ist schlimm für ihn, aber am schlimmsten ist, dass „[...] alle Aufmerksamkeit […] wie immer auf ihn gezogen war.“(Z.32-33). Er denkt, dass er eine Belastung für sie ist. Es kümmert sich auch keiner richtig um ihn, der ihm helfen könnte besser mit seiner Behinderung umzugehen.

Tante Else bemüht sich Hase in ihre Familie mit einzuintrigieren, indem sie „ […] sich neben ihn [kauert], ihre Arme waren zu eifrig.“(Z.4-5). Sie versucht auch ihren Mann für Hase einzunehmen, indem sie ihm widerspricht: „-Macht er ein böses Gesicht [...]“ (Z.20) Jedoch ändert sich der Charakter der Tante als sie sagt, dass „ Undankbare Kinder [es] [...] ja gar nicht [verdienen], daß [sic!] man sich so mit ihnen anstellt.“(Z.30-31). Die Tante weiß nicht, wie sie mit Hase umgehen soll und da sie keine gewünschte Reaktion von ihm bekommt, stellt auch sie sich gegen ihn.

„Ach so, Hase geht auch mit, sagte Lilia mit fallendem Ton.“(Z.1). Sie ist nicht davon begeistert, dass Hase mitkommt, da er ihr in ihren Augen die Aufmerksamkeit wegnimmt, was Hase merkt „[...] sie hat das neue Kleid an mit roten und schwarzen Spritzern und sah so erwachsen aus. Sie konnte ihn nicht gebrauchen.“(Z.7-8). Daraus lässt sich schließen, dass sie kein liebendes Verhältnis zu Hase hat, obwohl es Hase „[...] [leid] [tat].“

Onkel Willi ist ein sehr egoistischer und dominanter Mensch. Er scheint nicht viel von Hase zu halten und gibt sich keine Mühe Hases Krankheit zu verstehen „was macht er fürn [sic!]
böses Gesicht,wenn er mit gehn[sic!] darf, he?“ (Z.16) und ihm behilflich zu ein „[...] ich kann´s [sic!] nicht verstehen [...]“ (Z.21) , dabei kann Hase doch gar nicht dafür „Hase gab sich Mühe zu lächeln, aber das tat immer noch ein bisschen weh [...]“ (Z.17). Er ist ein dicker Mensch, dies ist daran zu erkennen, dass er ein „[...] speckiges Gesicht[...]“(Z.13) hat. Auch kann man es so deuten, das Hase eine finanzielle Belastung ist, wie „[...] der Eintritt hat Geld gekostet, hörst du?“(Z39).

Hase hat zu keinem der übrigen Familienmitglieder ein gutes Verhältnis. Jedoch muss man auch bedenken, dass es gar nicht seine richtige Familie ist „Tante Else“, „Onkel Willi“ und Lilia ist dann wohl die Cousine, wegen ihrem „fallendem Ton“ gegenüber Hase.Was mit seinen Eltern passiert ist , geht nicht aus der Geschichte heraus, man kann also nur vermuten.
Die Tante und der Onkel wissen wohl nicht, wie sie mit Hase umgehen sollen, was sein Selbstvertrauen noch mehr einreißen lässt.

„Es tat ihm leid“ ist wie ein Leitfaden in der Geschichte vorzufinden. Insgesamt kommt der Satz viermal vor. Es fällt jedoch auf, dass wenn er sich mit sich selbst beschäftigt, dieser Satz überhaupt nicht mehr vorkommt. Er schämt sich für sich selbst und auch gegenüber Tante Else, Onkel Willi und Lilia. Ich denke jedoch, wenn er besser von ihnen unterstützt werden würde, könnte er dieses ständige Schamgefühl und „Es tat ihm leid“ ablegen.

Was ein sehr großes Problem für sein Selbstwertgefühl ist, dass er immer nur „Hase“ oder „Häschen“ genannt wird und dadurch dauerhaft an seine Hasenscharte erinnert wird.. Er hat keinen richtigen Namen, daher weiß er nicht genau, wer er ist. Auch spricht Hase in der ganzen Geschichte kein Wort.Er gibt nur „bettelnde Laute“ (Z.24) von sich. Er denkt nur, was uns vom Erzähler jedoch mitgeteilt wird. Der wichtigste Teil der Geschichte ist ab Zeile 41. Das wird noch einmal deutlich gemacht durch den Gedankenbericht des Erzählers. Er gibt uns nochmal einen tiefen Einblick in Hases Inneres. „ Irgendwann bekäme er dann auch einen Namen.“(Z.44-45), wenn er eine Wachsfigur wäre, „[...] [D]ann hätte er ein Gesicht.“(Z.42). Er ist beruhigt, dass auch „Hässliche und Krüppel“ unabhängig von ihrem Gesicht einen Namen bekommen haben. Das Wort „spürte“ ist von wichtiger Bedeutung, da es viermal in einem Satz vorkommt. Er spürt, dass er eine Identität bekommen würde. „Es erleichterte ihn;“(Z.53), dass Lilia im Mittelpunkt steht. Ich würde es so deuten, dass er denkt, dass die Familie glücklicher ohne ihn sein würde. „Er beschloß [sic!], es nicht mehr lang hinauszuzögern, sondern so bald wie möglich das Atmen einzustellen.“(Z.53-53)0. Diesen Satz könnte man als Todeswunsch deuten, dass er endlich diesen körperlichen und seelischen Qualen entfliehen könnte. Zudem würde er eine Identität bekommen, seinen Herzenswusch.

Im Rückblick auf meine zu Beginn formulierte Interpretationsthese lässt sich abschließend sagen, dass ich nach wie vor der gleichen Auffassung bin. Die Autorin will ausdrücken, dass behinderte Menschen kein leichtes Leben führen können. Ihnen muss geholfen werden. Diese Geschichte bringt zum Ausdruck,dass man es nicht so machen sollte. Wenn man mit dem Behinderten überfordert ist, sollte man sich professionelle Hilfe holen. Zudem sollte man versuchen sich in ihn hineinzuversetzen, ja ihm zu helfen.

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