Süskind, Patrick - Das Parfum - Geschichte eines Mörders (Persönliche Rezension, Inhaltsangabe)

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Referat

Persönliche Rezension zu „Das Parfum – Geschichte eines Mörders“

Die Geschichte des genialsten und gleichzeitig abscheulichsten Genies des 18. Jahrhunderts beschreibt der Roman „Das Parfum – Geschichte eines Mörders“ von genau diesem Scheusal, Jean-Baptiste Grenouille. Der deutsche Autor Patrick Süskind verfasste dieses Buch, welches erstmals im Jahr 1985 im Diogenes Verlag veröffentlicht wurde, seitdem schon in 48 Sprachen übersetzt und über 20 Millionen Mal verkauft.

Der Roman beschreibt das Leben von Jean-Baptiste Grenouille welcher mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn zur Welt kommt, jedoch keinen Eigengeruch besitzt. Jean-Baptiste Grenouille wird als „genialste und abscheulichste Gestalt“ seiner Zeit beschreiben.

Grenouille kommt im Jahr 1738 mitten auf dem Pariser Fischmarkt zur Welt. Direkt nach seiner Geburt will seine Mutter ihn, wie auch ihre vier vorherigen Kinder, welche als Totgeburten auf die Welt kamen, in den Pariser Fluss Seine werfen. Durch einen Schrei wird der Säugling Grenouille bemerkt und seine Mutter als Kindermörderin zum Tode verurteilt. Danach wird das Waisenkind von Amme zu Amme gereicht. Schließlich wird Grenouille in die Hände von Madame Gaillard gegeben, welche nicht riechen kann. Im Alter von gerade mal acht Jahren wird er als Lehrling an den Gerber Grimal verkauft. Dort muss er unter menschenunwürdigen Umständen hart arbeiten, woraufhin er an der gewöhnlich tödlich endenden Gerber Krankheit Milzbrand erkrankt, welche er überlebt. In seiner freien Zeit erkundet er die Gerüche in Paris. Schon früh wird dem Leser klar, dass Grenouille außerordentlich gut riechen kann. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er den Duft eines jungen Mädchens. Er verspürt den Drang ihren Duft zu besitzen und bringt sie um. Zu diesem Zeitpunkt erkennt Jean-Baptiste, dass er der größte Parfümeur aller Zeiten werden möchte. Außerdem wird er sich bewusst, dass er die Kunst Düfte zu konservieren, erlernen muss. Seine Chance sieht er gekommen, als er für den Gerber Grimal eine Lieferung Lederhäute an den Parfümeur Baldini überbringen muss, wo er um eine Anstellung bittet.

Der kleine und unscheinbare Junge mischt perfektes Parfum ohne Anleitung zusammen und sogar das Parfum von Baldinis größtem Konkurrenten kann er noch besser herstellen.

Nachdem Grenouille einiges von Baldini gelernt hat, entscheidet er sich Paris zu verlassen und geht in die Berge fernab jeglicher Zivilisation. Auf dem Vulkanberg Plomp du Cantal lebt Grenouille sieben Jahre lang und erkennt nach der langen Zeit, dass er Geruchslos ist. Nach einem kurzen Stopp in Montpellier, macht Grenouille sich auf den Weg in die Stadt Grasse wo er bei einer Parfumeurin arbeitet und lebt. Grenouille hinterlässt stehts Chaos. Für die Herstellung eines unwiderstehlichen Parfums schreckt der ehrgeizige und zielstrebige Grenouille vor nichts zurück.

Der Roman besteht aus 4 Teilen mit insgesamt 51 Kapiteln. Der auktoriale Erzähler greift in den Erzählvorgang ein und gibt dem Leser sanfte Vorausdeutungen oder Kommentare. Süskinds Erzähler wertet und kommentiert die Charaktere. Auffällig ist, besonders im ersten Teil des Buches, dass Süskind unzählige Gerüche sehr ausführlich beschreibt.

Der Hauptcharakter Grenouille wird mehrmals als „der Zeck“ beschrieben. Ein Zeck gilt als klein, unansehnlich, einsam und eklig. Diese Metapher beschreibt, dass wesentliche Verhalten von Grenouille, da er eine sehr zurückgezogene und unscheinbare Person ist.

Durch die fiktiven Ereignisse, die vielen unterschiedlichen Charaktere und den häufigen Perspektivwechseln, gilt dieses Buch als Roman. Durch Grenouilles dunkle Taten kann es unter anderem als Kriminalroman gesehen werden. Meiner Meinung nach ist dieser Roman sehr besonders und einzigartig.

Es gibt kein mir bekanntes Buch was mit diesem Werk vergleichbar ist. Nicht umsonst stürmte Patrick Süskind mit diesem Meisterwerk die Bestsellerlisten.

Der Stil und die Sprache die Süskind benutzt ist teilweise schwer zu verstehen. Die Sätze sind oft kurzgehalten. Der Roman ist formal geschrieben und in einem altdeutsch verfasst. Als Leser wird man manchmal ratlos zurückgelassen und man würde gerne noch mehr Details und Hintergründe erfahren. Süskind schafft es die Spannung im Verlauf des Buches immer mehr zu steigern, sodass man es kaum schafft dieses Buch wegzulegen. Mit keinem der Charaktere baut der Leser wirklich Sympathie auf. Der Hauptcharakter Grenouille hat ein häufig merkwürdiges und mysteriöses Verhalten. Ein ebenfalls meist merkwürdiges, hinterhältiges oder selbstverliebtes Verhalten haben auch die anderen Charaktere, welche jeweils nur einen kurzen Auftritt im Buch haben. Ob dieser Roman eine wirkliche Aussage hat, ist nicht leicht zu sagen. Ich vermute das Patrick Süskind zeigen möchte, dass nichts im Leben kommt, wie man es plant, aber man durch Ehrgeiz und Zielstrebigkeit viel erreichen kann.

Der Roman ist meiner Meinung nach mitreißend geschrieben, die Geschichte ist humorvoll und beängstigend zugleich und der Hauptcharakter Jean-Baptiste Grenouille ist sowohl schauerlich als auch bewundernswert. Dies kennzeichnet sich durch sein Verhalten, seinen Ehrgeiz neue Dinge zu erlernen und das Ziel die Macht über die Menschen durch ein Parfum zu erhalten und natürlich seinen einzigartigen Geruchssinn.

Durch unzählige Gerüche die Süskind beschreibt und die realen Orte die für die Handlung genutzt werden, unter anderem Paris oder Grasse, kann sich der Leser in die Geschehnisse leicht hineinversetzten.

Dieses Video wurde auf YouTube veröffentlicht.

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