Tabakkonsum - Geschichte, Folgen und Bekämpfung der Sucht

Schlagwörter:
Zigaretten, Tabak, Rauchen, Passivrauchen, Tabakabhängigkeit, Häufigkeit von Krebs, Referat, Hausaufgabe, Tabakkonsum - Geschichte, Folgen und Bekämpfung der Sucht
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Referat

Tabak

Geschichte

  • stammt aus Mittel- und Südamerika
  • seit 500 Jahren in Europa bekannt
  • Einstellung zum Rauchen gewandelt

Aktueller Konsum

Weitere Einflussfaktoren

  • Verheirate rauchen seltener als Ledige/Geschiedene
  • Hauptschulabsolventen rauchen häufiger als Personen mit höherem Schulabschluss
  • besonders häufig rauchen junge Erwerbslose

Rauchinhaltsstoffe

  • ein Aerosol (Gemisch) aus verschiedenen Gasen
  • mehr als 4000 verschiedene Stoffe nachgewiesen
  • Nikotin nicht für schwere Schäden verantwortlich
  • Sondern zahlreiche andere Rauchinhaltsstoffe (CO, HCN, NO, NH3 (5% vom Rauch))

Wirkung

  • Entscheidende Stoff ist Nikotin
  • Nikotin ist sehr uneinheitlich
  • Entspannung bei Stress und Nervosität
  • Minderung der Schmerzempfindlichkeit
  • Dämpfung von Hungergefühlen
  • Entspannung der Muskulatur
  • Abbau von Müdigkeit
  • Größtenteils in der Leber abgebaut
  • Nach zwei Stunden etwa die Hälfte des Nikotinspiegels

Passivrauchen

  • Doppelcharakter
  • Nikotinabhängigkeit
  • Gewöhnung an Rauchen
  • 70 bis 80 % abhängig

Tabakabhängigkeit

  • Fördert Verengung der Arterien
  • Lungenkrebsrisiko steigt
  • Jährliche Todesfälle:
    • jährlich mehr als 3300 Tote allein durch Passivrauchen
    • jährlich sterben in Deutschland über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums

Folgen

Unmittelbare Folgen

  • 60 mg Nikotin tödlich
  • Nikotin belastet das Herz-Kreislaufsystem
  • CO verdrängt O₂ aus dem Blut
  • Körperliche Leistung sinkt

Kinder & Jugendliche

  • leiden als Passivraucher häufiger an Atemwegserkrankungen etc.
  • wenn Eltern nicht rauchen, ist die Chance größer, dass die Kinder nicht anfangen
  • 18 % zwischen 12 und 17 Jahren rauchen

Ältere Erwachsene

  • Raucherquote deutlich unter denen jüngerer und mittlerer Altersklassen
  • Rauchstopp ist immer gut für die Gesundheit

Politik und Wirtschaft

  • jährlicher Umsatz von 20 Mrd. €
  • Einnahmen Tabaksteuer ca. 14 Mrd. €
  • Tabakpolitik wird stark kritisiert
  • Mehr Nachdruck bei der Eindämmung des Rauchens

Häufigkeit von Krebsfällen

  • Rauchen größter Killer überhaupt
  • knapp die Hälfte der Krebsfälle könnte sich vermeiden lassen
  • jede 4-5 Tumorerkrankung wegen Tabak

Referat als Fließtext

Begrüßung & Verknüpfung zur Gliederung

Dazu schauen wir uns die Geschichte an und wie der Konsum sich gewandelt hat. Die Rauchinhaltsstoffe von einer Zigarette und dessen Wirkung welche direkt mit den unmittelbaren- und Langzeitfolgen zusammenhängen, werden auch genauer erläutert. Die Tabakabhängigkeit und wie man mit Rauchen aufhört, spielt in diesem Referat eine große Rolle. Auch wenn man nicht raucht, ist man indirekt betroffen, das sog. Passivrauchen. Danach schauen wir uns Statistiken über Schwangere, Kinder, Jugendliche und ältere Erwachsene verbunden mit ihrem Rauchverhalten an. Natürlich gibt es auch ein Gewinner bei dieser Droge – und zwar die Wirtschaft und Politik. Abschließend zeige ich euch noch einen Vergleich der Häufigkeit von Krebserkrankungen und Anlaufstellen, um mit Rauchen aufzuhören und runde das Referat mit den Quellen ab. Auch wenn das nach viel aussieht, halte ich mich kurz. Ich will kein 20min Referat wie in Physik daraus machen.

Deswegen schnell zur Geschichte:

Die Tabakpflanze und die Sitte des Rauchens stammen aus Mittel- und Südamerika und sind in Europa seit rund 500 Jahren bekannt. Die Einstellung zum Rauchen hat sich in den zurückliegenden Jahren gewandelt. An vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten ist das Rauchen heute untersagt. Hier noch eine Tabelle über den Rückgang der Raucherquote in einigen Ländern der EU von 1985 bis 2003: Auch da ist Deutschland mal wieder ganz hinten dran, ich glaube, das ist so ein Talent von uns.

Wie sehen dann die heutigen Statistiken von uns Deutschen aus? In Deutschland rauchen rund 27 % der Bevölkerung ab dem Alter von 15 Jahren. Dabei liegt der Raucheranteil bei den Männern mit rund 32 % deutlich höher als bei den Frauen mit rund 22 %. Knapp 4 % der Raucherinnen und Raucher rauchen gelegentlich, rund 16 % rauchen mit mehr als 20 Zigaretten täglich stark. Die überwiegende Mehrheit, rund 77 %, raucht zwischen 5 und 20 Zigaretten am Tag.

Ein Einfluss auf das Rauchverhalten haben auch soziale Faktoren. So rauchen Verheiratete seltener als Ledige und Geschiedene, Personen mit einem höheren Schulabschluss seltener als die Absolventen von Hauptschulen; ganz besonders häufig rauchen junge Erwerbslose.

Doch was rauchen diese Menschen da? Chemisch betrachtet ist Tabakrauch ein Aerosol, ein Gemisch aus verschieden Gasen, in dem 0,1 bis 1 µm große Teilchen gelöst sind. Insgesamt wurden bislang mehr als 4000 verschiedene Stoffe nachgewiesen. Dazu wird nicht das Nikotin, sondern die zahlreichen anderen Rauchinhaltsstoffe, wie Kohlenstoffmonoxid, Blausäure, Stickstoff und Ammoniak, für die äußerst schweren Schädigungen durch das Rauchen verantwortlich gemacht.

Und warum rauchen die das dann? Natürlich wegen der Wirkung. Der für die psychotrope Wirkung entscheidende Stoff ist das Nikotin, Hauptalkaloid der Tabakpflanze. Die Wirkung des Nikotin ist uneinheitlich. In kleinen Dosen überwiegt die Anregung, in höheren Dosierungen die Dämpfung. Zu den Wirkungen des Nikotins gehören: Entspannung bei Stress und Nervosität, Minderung der Schmerzempfindlichkeit, Dämpfung von Hungergefühlen, Entspannung der Muskulatur, Abbau von Müdigkeit. Welche Wirkungen eine Raucherin bzw. ein Raucher jeweils erlebt, ist nicht nur von der Menge des aufgenommenen Nikotins abhängig, sondern ebenso von Erwartungen, Ausgangsstimmung und -situation. Nikotin wird größtenteils in der Leber abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden. Nach zwei Stunden ist der Nikotinspiegel etwa auf die Hälfte des Wertes unmittelbar nach dem Rauchen gesunken, bei Gewöhnung bereits nach 30-60 Minuten.

Wie wir bereits wissen sind über 4000 verschiedene Stoffe nachgewiesen, also muss auch etwas Schlechtes für den Körper drin sein – ist es auch, und zwar sehr gefährliches Zeug. Hier unterscheidet man von unmittelbaren- und Langzeitfolgen.

Zuerst schauen wir uns die unmittelbaren Folgen an: Nikotin ist ein starkes pflanzliches Gift. Für einen Erwachsenen sind etwa 60 mg oral eingenommen tödlich. Nikotin belastet unmittelbar das Herz-Kreislaufsystem. Das im Tabakrauch enthaltene Kohlenstoffmonoxid verdrängt den Sauerstoff aus dem Blut, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt unmittelbar.

Nun die Langzeitfolgen: Rauchen ist in den Industrieländern die wichtigste vermeidbare Ursache für den vorzeitigen Tod. In Deutschland sterben jährlich 110.000 bis 140.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums, das sind etwa 300 bis 400 Menschen täglich. Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für: Zahlreiche Krebserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall und chronische Bronchitis und Lungenemphysem.

Und wenn man dann davon zu viel raucht, wird man abhängig, die sogenannte Tabakabhängigkeit: Sie ist durch einen Doppelcharakter gekennzeichnet: Nikotinabhängigkeit und Gewöhnung an das Rauchen. Schätzungen gehen davon aus, dass 70 bis 80 % der Raucherinnen und Raucher nikotinabhängig sind. Aber man kann auf verschiedenen Wegen aufhören, zum Beispiel in Eigenregie: Rund 13 Millionen Menschen (19 % der Bevölkerung über 15 Jahre) in Deutschland sind Ex-Raucher bzw. Ex-Raucherinnen. Ein Rauchstopp ist auch für starke Raucherinnen und Raucher in Eigenregie möglich.

In der Rauchentwöhnungsbehandlung hat sich eine Kombination aus Verhaltens- und Nikotinersatztherapie bewährt.

Und wie wird man am besten kein Raucher? Gibt es dafür ein Rezept? Fast, wer bis zu seinem 20. Lebensjahr mit dem Rauchen nicht begonnen hat, wird dies wahrscheinlich auch später nicht mehr tun. Dazu gibt es wie auch hier an der Schule Suchtprävention, welche sowohl suchtmittelunspezifische Maßnahmen zur Förderung und Stärkung der Persönlichkeit als auch suchtmittelspezifische Aufklärung beinhaltet.

Aber trotzdem ist jeder ein Raucher. Natürlich nicht aktiv, aber passiv. Leider fördert Passivrauchen wie das Aktivrauchen, wenn auch in geringerem Maße, die Verengung der Arterien und erhöht damit z. B. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden deutlich. Auch das Lungenkrebsrisiko steigt. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg schätzt, dass in Deutschland jährlich über 3300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben.

Dennoch sollte jede Frau ab der Schwangerschaft aufhören zu rauchen. Denn das schadet dem ungeborenen Kind durch die Behinderung der Nährstoff- und Sauerstoffversorgung, was ein Wunder. Glücklicherweise ist eine Schwangerschaft für viele Raucherinnen ein Anlass, ihr Rauchverhalten zu verändern: Etwa jede zweite Schwangere raucht deutlich weniger, etwa 35 bis 40 % hören ganz auf, nur weniger als jede 10. Frau verändert ihr Rauchverhalten nicht. Nach der Entbindung erhöht jedoch die Mehrzahl der Frauen ihren Tabakkonsum wieder.

Auch das fällt den Kindern zulasten, denn Kinder, die Tabakrauch ausgesetzt sind, leiden u.a. häufiger an Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen, allergischen Reaktionen und asthmatischen Erkrankungen. Eltern, die selbst nicht rauchen oder mit dem Rauchen aufhören, erhöhen die Chancen, dass ihre Kinder nicht zu rauchen anfangen. Anfang 2007 gaben 18 % der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren an, regelmäßig zu rauchen.

Und wie sieht das dann bei den Alten Menschen aus? Da erkennt man, dass die Raucherquote im höheren Erwachsenenalter sehr deutlich unter denen jüngerer und mittlerer Altersklassen liegt. Ein Rauchstopp dient in jedem Alter der Gesundheit. Jetzt schaut euch noch kurz die Statistik hier an

Jetzt kommt der Gewinner der ganzen Sache. Der Umsatz der Tabakindustrie in Deutschland beträgt jährlich rund 20 Mrd. €. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer belaufen sich auf rund 14 Mrd. € und sind die vierthöchste Einnahmequelle des Staates. Nahezu alle gesundheitspolitischen Organisationen kritisieren die deutsche Tabakpolitik weiterhin als zu liberal und fordern von den politischen Verantwortlichen mehr Nachdruck bei der Eindämmung des Rauchens.

Als Abschluss schauen wir uns die Häufigkeit von Krebserkrankungen an:

Etwa jede vierte bis fünfte Tumorerkrankung weltweit geht Experten zufolge auf das Konto des Tabaks. Dabei verursacht Rauchen nicht nur Lungenkrebs: Die Schadstoffe aus dem Tabakrauch verteilen sich im gesamten Körper und lösen dort Zellveränderungen aus. Letztendlich dreht sich alles im Leben um Wahrscheinlichkeiten und Statistik. Warum legen wir einen Sicherheitsgurt an, wenn wir Auto fahren? Weil uns die Statistik sagt, dass dann eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, bei einem Unfall zu überleben. Deswegen der Appell an euch alle, denn wenn jeder die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, durch ein gesundes Leben ein wenig reduzieren würde, gäbe es viel weniger Leid. Am Ende sterben wir alle, wir können keine Leben retten. Aber wir können den Tod hinauszögern.

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