Amerika - Koloniale Kultur und amerikanische Identität

Schlagwörter:
USA, Native Americans, Selbstverständnis der weißen Siedler, Referat, Hausaufgabe, Amerika - Koloniale Kultur und amerikanische Identität
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Referat

Koloniale Kultur und amerikanische Identität

Native Americans

Die ersten Begegnungen zwischen den Ureinwohnern und den weißen, europäischen Siedlern verliefen friedlich. Die Urbevölkerung versorgten die Neuankömmlinge mit Nahrung – heute bekannt als Thanksgiving – da diese im Winter ankamen. Somit war ein Anbau von Lebensmitteln durch die Europäer nicht möglich. Auch hatten sie damals all die Vorräte, die sie aus ihren Heimatländern mitnahmen, schon verspeist.

Aber diese freundlichen Kontakte schlugen schnell um. Die Weißen betrogen die Native Americans vor allem um ihr Land. Dabei vereinbarten sie in Landnahmeverträgen einen „rechtmäßigen“ Kauf des amerikanischen Landes (bzw. Teilen). Jedoch konnten die Natives nichts mit dem von den Europäern übergebenen Geld anfangen, da dieses in ihrer sozialen Struktur nicht existierte. Auch brauchte die Urbevölkerung das komplette Land zu jagen, das nicht Betreten vereinzelter „gekaufter“ Grundstücke war folglich nicht für sie möglich.

Weitergehend wurden die Natives verjagt, systematisch dezimiert und/oder in Reservate abgeschoben. In diesen (so war die Ansicht der Europäer) konnten sie ungehindert ihren „wilden“ Lebensstil ausleben – jedoch durften sie die Reservate nicht verlassen, was vor allem zu Problemen beim Jagen führte.

Ab ca. 1830 verschwindet die Kultur der Ureinwohner schlussendlich fast komplett. Grund hierfür waren (neben den zuvor genannten) vor allem die Krankheiten, die die Neuankömmlinge mitbrachten und gegen die die Natives machtlos waren. Doch auch die Ausrottung der Büffel durch die Weißen aufgrund von Jagdspaß führte zu existenziellen Problemen bei den Native Americans: sie hatten weder Nahrung, noch Kleidung, die sie eigentlich durch die Tiere gewannen.

Afroamerikaner

Die Afroamerikaner wurden als Sklaven gewaltsam ins Land geholt. So wurden ganze Stämme aus den Tiefen Afrikas nach Amerika geschifft. Dies geschah unter heute nicht mehr vorstellbaren Verhältnissen. Sollten sich die Auserwählten zu sehr wehren, drohte ihnen oftmals auch der schnelle Tod durch die „Sklavenfänger“. In dem neuen Land – Amerika – angekommen, blühte ihnen dann jedoch erst das wirkliche Übel: die Plantagenwirtschaft. Unter unmenschlichen Verhältnissen mussten die Afrikaner dort arbeiten. Ihr „Herr“ durfte (oftmals) uneingeschränkt über sie verfügen; so benötigten sie unter anderem auch dessen Einwilligung zur Heirat. Eine schulische Bildung der Afrikaner galt als extreme Ausnahme, denn oftmals wurden sie nicht als Mensch, sondern vielmehr als Sache angesehen. Somit verdienten sie nach damaliger Ansicht nicht die Investition von Ressourcen, die für eine schulische Bildung nötig waren.

Einen deutlichen Unterschied im Umgang gab es zwischen den Nord- und Südstaaten. Dies führte 1860 letztendlich zu einem 5-jährigen Bürgerkrieg. Am 19.06.1865 war es dann in dem ganzen Land offiziell: Die Sklaverei galt als abgeschafft.

Jedoch war in der Verfassung von Mississippi die Sklaverei bis 2013 legal. Darauf berufen konnte man sich jedoch nicht, da die gesamt amerikanische Verfassung höherrangig ist und dieses Gesetz somit verdrängte.

Die weißen Siedler

Die englische Kolonie entstand Ende des 16. Jahrhunderts mit Ankunft der Mayflower in 1620. Jedoch waren dies nicht wie oftmals fälschlicherweise angenommen die allerersten Siedler Amerikas; es gab davor schon Siedler, die jedoch eher totgeschwiegen werden.

Die häufigsten Gründe für das Verlassen ihrer Heimatländer war vor allem die schier grenzenlose Freiheit, die das neue Land bot. So machten sich viele auf die Suche nach religiöser Freiheit (Puritaner, Pilgrim Fathers), einer besseren Existenz und Abenteuer. Dabei flohen Puritaner beispielsweise vor den Anglikanern und die irischen Bauern vor einer Kartoffelkäferplage, die vielen den Ruin bedeutete. Somit bestand bereits von Amerikas Anfang an ein religiöse und ethnische Vielfalt unter den weißen Siedlern. Dies sollte zu Toleranz als Basis der Kolonien führen. Auch Freiheit und Schaffung einer Volksvertretung unter der Krone der britischen Königin reizte viele an einer Übersiedlung. Allmählich entstand ein kulturelles Gemeinschaftsgefühl in den britischen Kolonien.

Das Selbstverständnis der weißen Siedler

Die weißen Siedler machten es sich zur Aufgabe ihren christlichen Glauben unter den anderen Bewohnern Amerikas zu verbreiten. Diesen Versuch unternahmen sie jedoch lediglich bei den aus Afrika entführten Sklaven. Die Eingeborenen waren ihrer Ansicht nach ungläubig und somit nichts wert; vor allem des Aufwands einer glaubensbekehrenden Unterrichtung.

Weitergehend hatten die Ureinwohner kein Stimmrecht. Somit hatten sie auch keine eigene Partei, die sich für ihre Interessen einsetzt.

Eines der größten Probleme stellten die Landnahmeverträge (zuvor angesprochen) dar. Problematisch hierbei war vor allem, dass die Natives keine Vorstellung von Land hatten. Sie zogen den gejagten Tieren nach und betrieben nur selten Ackerbau. Weitergehend wurden sie oft um Geld geprellt oder betrogen. Sollte einer der Ureinwohner deshalb Widerstand geleistet oder sich beschwert haben, wurde er oftmals umgebracht. Das führte zu einem Massensterben der Ureinwohner und einem Nachlass an Widerstand.

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