Goethe, Johann Wolfgang von - Iphigenie auf Tauris (Zusammenfassung Charakterisierung)
Schlagwörter: Johann Wolfgang von Goethe, Weimarer Klassik, Kennzeichen, Themen, Motive, Kunsttheorie, Kennzeichen geschlossenes Drama, Interpretationsansätze, Iphigenie Charakterisierung, Referat, Hausaufgabe, Goethe, Johann Wolfgang von - Iphigenie auf Tauris (Zusammenfassung Charakterisierung) Themengleiche Dokumente anzeigen
Referat
Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris ist ein Bühnenstück von Johann Wolfgang von Goethe nach der Vorlage von Euripides’ Iphigenie bei den Taurern. Der Dichter schrieb 1779 eine Prosafassung, die er während seiner Italienreise ab 1786 in ein Versdrama umformte. Den Titel wählte Goethe in falscher Analogie zur latinisierten Version des Titels der Euripidestragödie Iphigenia in Tauris (Iphigenie bei den Taurern). Der griechische Originaltitel bezieht sich auf das mythische barbarische Volk der Taurer, der deutsche Titel evoziert eine Landschaft namens Tauris.
Iphigenie auf Tauris ist ein typisches Beispiel für ein klassisches Drama, weil es das Humanitätsideal mehr als alle anderen Werke hervorhebt. Goethe sagt selbst, dass Iphigenie auf Tauris „verteufelt human“ und für ein Publikum wenig ansprechend sei. Daher ließ Goethe seinen Zeitgenossen Friedrich Schiller am 15. Mai 1802 eine bearbeitete Bühnenfassung aufführen.
Zusammenfassung
Weimarer Klassik (1786 - 1805)
politische Unruhen, Umwälzungen → Französische Revolution (1789-1799) → Ruf nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit → wachsendes Chaos, fortschreitender Terror (Jakobiner)
Hinwendung zu allgemeingültigen Idealen (Antike)
Harmonie und Humanität → der in sich ruhende, gute und schöne Mensch
Männlichkeit und Weiblichkeit (Bild der Schwäche/ Stärke)
Freiheit und Zwang (Tantalidenfluch, Freiheit nach Griechenland zurückzukehren)
Politik und Wahrheit (Pylades → Zweckrationalismus → männliches Prinzip, List), (Iphigenie → offenbart Thoas Gefühle, dankt ihm, bittet ihn → innere Freiheit → Wahrheit) → Überwindung der Gegensätze → Rückkehr des Mythos
Sonstiges:
Personen sind Ideen, nicht primär Individuen → Darstellung allgemeingültiger Gesetze (Idealismus) → keine spontanen Gefühlsausrufe, konsequente Beherrschung der Ausdrucksweise
Klassisches Humanitätsideal → Mensch löst politisch-soziale Konflikte durch Sittlichkeit
göttliche Schöpfung bedingt harmonische und gute Weltordnung
Mündigkeit statt Abhängigkeit vom göttlichen Willen
Iphigenie - kurze Charakterisierung:
Tochter des Agamemnon → hohe soziale Stellung
gehört zum Geschlecht der Tantaliden → Fluch lastet auf ihr
von Göttin Diana gerettet → auf die Insel Tauris gebracht
gekennzeichnet:
kann kein selbstbestimmtes Leben führen (Einfluss der Götter, Thoas, Orest, Pylades)
Amt als Priesterin → hohes soziale Stellung (Merkmal des Klassischen Dramas)
wird festgehalten auf Tauris:
Wille der Göttin
Herrscher Thoas
sehnt sich nach ihrer Heimat
Verschlossenheit gegenüber den Inselbewohner → hat dadruch postiven Einfluss auf Thoas
Beziehung zu den Göttern:
Anfangs: ergeben, setzt Vertrauen in Diana
Mitte: kritisiert Götter, Vertrauen bleibt jedoch
Ende: zweifelt an der Güte der Götter
erinnert sich daran, dass die Berfreiung vom Fluch durch eigenes Handeln abhängt und nicht von den Göttern
indem sie Thoas die Wahrheit sagt löst sie sich von der Fremdbestimmung
Sprache als:
Priesterin → sachlich, emotionslos
Privatperson → emotionsvoll
entspricht dem Menschheitsideal der Klassik (dadurch das sie sich von der Fremdbestimmung löst)
durchläuft den Prozess der Emanzipation (Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit)
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