Rezensionsanalyse - die Analyse einer Rezension (Vorgehensweise)
Schlagwörter: Wie schreibe ich eine Rezensionsanalyse, Referat, Hausaufgabe, Rezensionsanalyse - die Analyse einer Rezension (Vorgehensweise) Themengleiche Dokumente anzeigen
Thema des Textes (Inhaltsangabe, Schwerpunkte des Rezensenten)
falls möglich: Kennzeichnung der Situation, mögliche Adressaten, Sprachstil
Hauptteil
Hinweis auf Gliederung (Sinnabschnitte z. B. Zweiteilung)
Gedankengangwiedergabe verknüpft mit sprachlicher Analyse & dessen Wirkung
(zb. betont sachlicher Stil, Häufung rhetorischer Fragen, Bildlichkeit)
→ Funktion der Sinnabschnitte für Textganzes (dient vor allem dazu in Probleme einzuführen; führt Gedanken weiter, enthält Behauptung)
sprachliche Mittel,
rhetorische Figuren,
Satzbau (hypo-/parataktisch),
Wortwahl,
Wortarten
Rollenverständnis des Rezensenten (Anwalt, Richter, etc.)
Schluss
Aussageabsicht (kurze Zusammenfassung der Kernpunkte)
eventuell: Bewertung der Darstellungsweise & Argumente
persönliche Stellungnahme
Folgende Fragen sollten in einer Rezensionsanalyse aufgegriffen und geklärt werden
Um welchen Texttypus handelt es sich?
Welche Adressaten werden angesprochen?
Wo und wann ist der Text erschienen?
Welche Merkmale sind in der Rezension vorhanden bzw. nicht vorhanden?
Welche Funktionen der Kritik dominieren?
Welches Rollenverständnis hat der Autor (Lehrer, Pastor, Journalist, etc.)?
Welche Strategien werden verwendet, um die Aufmerksamkeit auf den Text zu lenken?
Welchen Stil besitzt der Text und welche rhetorischen Mittel werden verwendet?
Welche Wertmaßstäbe liegen zugrunde?
Wie wird gewertet?
Wird der literar-historische Hintergrund aufgegriffen?
Funktionen der Rezensionsanalyse / Literaturkritik
Informierende Orientierungsfunktion
Rezension oder Kritik soll einen Überblick über die unüberschaubare Vielzahl von Neuerscheinungen geben
Selektionsfuntkion
Kritik gibt Hilfe bei der Kaufentscheidung
Literaturkritik rezensiert nur rezensionswürdide Bücher
Didaktisch-vermittelnde Funktion
Gibt Additive zum besseren Verständnis des Buches
Vermittelt Wissen, Vorkenntnisse, Charaktereigenschaften zum Verständnis
Didaktisch-sanktionierende Funktion
Aufweisung von qualitativen Schwächen für Autoren und Verlage um zukünftige Ausgaben zu verbessern
Reflexions- und kommunikationsstimulierenden Funktion
eine Rezension oder Kritik soll zum Diskutieren von Büchern anregen
Unterhaltungsfunktion
Meistens im Feuilleton (z. B. unterhaltender Teil einer Zeitung)
Soll Literatur zur Unterhaltung darstellen
Rollenverständnisse des Rezensenten
Richter
spricht Urteil über Literatur; entscheidet zwischen lesenswert oder eben nicht lesenswert
Erzieher
will Vernunft- und regelwidrigen Geschmacks des Publikums verbessern
Anwalt
überlässt dem Leser das letzte Urteil aber gibt dabei mitunter auch seine eigene Meinung ab, ohne dabei zu sagen, ob ein Text für alle gut oder schlecht sei
Diener und Freund des Autors
gibt sich dem Autor hin und lobt sein Buch indem er meistens das Buch aus seinem kulturhistorischen Zusammenhang, in dem es entstanden ist, lobt (geht häufig schon in Richtung Werbung)
Unterscheidung der Rezension in folgende Untertypen:
Kurzbesprechung
Kurze Tips zu Büchern, meistens auf wenig Platz zum Beispiel in Zeitschriften beschränkt
Sammelbesprechungen
Rezensionen mehrerer Bücher gleichzeitig und der Vergleich der Bücher miteinander
Problemorientierte Rezension
Nimmt ein soziales oder politisches Problem zum Anlass, dessen Beurteilung und Anwendung weit über das Buch hinausreicht
Klassische Rezension
Enthält in der Regel:
Biographische Informationen zum Autor
Weitere Werke des Autoren
Bisherige Einschätzungen des Autors
Vergleiche mit anderen Werken (auch von anderen Autoren)
Informationen zum Inhalt, Thema, Aufbau, Sprache, Intention des Buches
Bewertung des Buches
Selbstreflexive Aussage über das Problem
Argumente zur Anlegung von Wertmaßstäben
Objektbezogene Argumente
weisen auf bestimmte Textmerkmale oder eine bestimmte Form hin
Sprache, Stilmittel, verwendung von Beispielen, Spannungsaufbau
sollen subjektbezogene Argumente stützen
Zum Beispiel: „Der Text ist in schöner, ansehlicher Sprache verfasst, da er eine kurze Syntax verwendet, dessen kurzen Sätze es ermöglichen, einen Spannungsaufbau zu erzeugen dessen Auswirkung das Leseempfinden des Rezipienten widerspiegelt.“
Wirkungsbezogene Argumente
Persönlicher Eindruck dominiert die Argumentation
Sagt nur aus, wie ein Text empfunden ist, begründet dies aber nicht.
Zum Beispiel: „Der Text ist in schöner, ansehnlicher Sprache verfasst“
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