Barock (1600-1720) - eine Epoche der europäischen Kunstgeschichte
Schlagwörter: Dreißigjähriger Krieg, Absolutismus, Gesellschaftlicher Hintergrund, Weltbild, Themen und Motive, Martin Opitz, literarische Formen, Sonett, Emblem, Epigramm, Jesuitendrama, Schäferdichtung, Kirchenlied, Lyrik, Referat, Hausaufgabe, Barock (1600-1720) - eine Epoche der europäischen Kunstgeschichte Themengleiche Dokumente anzeigen
Referat
Barock (1600-1720)
Das Wort Barock kommt aus dem Portugiesischen (barroca) und bedeutet so viel wie "schiefrunde Perle". Die Bezeichnung barock (Adjektiv) wurde daher auch zunächst abwertend gebraucht. Der Begriff Barock als Epochenbezeichnung setzte sich erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch. Die Epoche war geprägt von der Antithetik in allen Lebensbereichen, zerrissenen Lebensgefühlen, Vergänglichkeitsbewusstsein, Todesangst durch den Dreißigjährigen Krieg, mystisch-religiöse Schwärmerei und fanatischen Glauben.
Durch den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648) erlebte das Deutsche Reich einen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfall. Etwa ein Drittel des deutschen Volkes kam dabei um. Doch es waren nicht hohe Kriegsverluste dafür verantwortlich, dass viele Menschen ums Leben kamen. Es war viel mehr das Wüten der Pest in fast allen großen und kleinen Städten.
Politischer Hintergrund
Dreißigjähriger Krieg
Absolutismus
Kleinstaaterei
Gesellschaftlicher Hintergrund
Soziales Gefälle zwischen Hof und Provinz
Leiden der Bevölkerung unter den Kriegseinwirkungen
Dreißigjähriger Krieg (1618-1648): Restauration gegen Reformation, 1/3 der deutschen Bevölkerung starb
Pest raffte ebenso viele Menschen hin
Absolutismus des Staates: keine Gewaltenteilung & Abhängigkeit der Menschen vom Fürsten
Kleinstaaterei
Weltbild
antithetisch, Antithetik: Zerrissenheit
religiös, Vergänglichkeit, religiöser Fanatismus
Bekenntnis zu Form und Ordnung
Memento mori = Bedenke, dass du sterben musst
Carpe diem = Nutze den Tag
Vanitas = Vergänglichkeit
Themen und Motive
Krieg
Vanitas (Eitelkeit)
Fortuna (Glück)
Zeit
Weltabkehr
Absage an Individualismus und Subjektivismus
Maske
Scheinwelt
Wirklichkeitsproblematik
Der Barock und die Lyrik
meist Sonette bestehend aus Jamben und Trochäen als Metren mit sauberen Reimen
viele Gedichte enthalten persönliches Erleben, Lehre, Behauptung oder Lob
Epigramme wurden häufig genutzt, um über Gott und das Leben zu sinnieren, um die durch die Antithetik entstandenen Gegensätze zu verarbeiten
häufig genutzt wurden Antithese, Oxymoron & Pointe für die Antithetik
weltliche & mystische Gedichte
teilweise übertrieben dargestellte Dinge durch z.B. Metaphern, Akkumulationen, Hyperbeln & Vergleiche
Autoren / Vertreter
Martin Opitz (1597-1639)
Jakob Bidermann (1578-1639)
Paul Fleming (1609-1640)
Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622-1676)
Andreas Gryphius (1616-1664)
Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau (1616-1679)
Friedrich Freiherr von Logau (1604-1655)
Daniel Casper von Lohenstein (1635-1683)
Angelus Silesius (Johann Scheffler) (1624-1677)
Georg Rudolf Weckherlin (1584-1653)
Literarische Formen
Sonett
Emblem
Epigramm
Jesuitendrama
Schäferdichtung
Kirchenlied
Bekannte Werke
Oden und Gesänge (1618/19) - Weckherlin
Carolus Stuardus oder Ermordete Majestät (1657) - Gryphius