Der Sozialistische Realismus ist eine 1932 entwickelte Stilrichtung, die in der Sowjetunion von der KPdSU als verbindlich deklariert wurde. Die Kunst wurde durch diesen Stil ein weiteres Instrument der KPD, um ihre Macht und den Kommunismus zu erhalten – denn diese Stilrichtung war verbindlich und musste von jedem Künstler angewandt werden. Wer sich nicht an die vorgegebenen Normen dieses Stils hielt, musste mit dem Tod rechnen.
Mittel zur Machterhaltung durch die KPD
verbindlich für alle Künstler
basierend auf Realismus – die realistische Darstellung bleibt erhalten, sodass sich jeder damit identifizieren kann
einfache Kunst (man musste nicht um „mehrere Ecken denken“)
in fast allen Werken gibt es einen Held, der als Vorbild für das eigene kommunistische Handeln dienen sollte
„Propagandakunst“ (Horizonte II, S. 454 unten links).
Wirkung: Der „Führer“ (Stalin) steht hinter seinen Landsleuten, die ihn verehren.
In der Literatur
Ironie und Sarkasmus aufgrund von Zensur nicht möglich
es gab einen von der KPD vorgegebenen Literaturverband, dem man gewissermaßen beitreten musste (ansonsten wurden die Werke nicht zugelassen)
weit verbreitet war die sogenannte „Arbeiterliteratur“, welche den typischen Arbeiter im Kommunismus in den Vordergrund stellte
andere Literatur war unerwünscht und musste heimlich geschrieben werden
In der bildlichen Kunst
einfache, ohne Nachdenken zu verstehende Kunst – auch der „einfache Arbeiter“ sollte diese Kunst verstehen
bekannte Künstler des Sozialistischen Realismus: Alexander Deineka und Isaak Brodski.